Elterninitiative für den Erhalt des bestehenden Kinderhauses St. Raphael

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Ein Umzug in ein neues Gebäude ist nicht die beste Lösung
Dienstag, 18. Oktober 2011 - 16:44
sr

Vorrangig geht es den Eltern darum, den Standort in der Durlacher Strasse zu erhalten und NICHT in ein neues Gebäude bei der Stirumschule umzuziehen. Die Gründe hierfür sind zahlreich, hauptsächlich sind sich die Eltern und die Mitarbeiter des St. Raphael aber darüber einig, daß das St. Raphael ein wundervoller Kindergarten, Tagesstätte, Hort und Heim für ihre Kinder ist.

Im folgenden möchte ich die wesentlichen Punkte, die gegen einen Umzug des St. Raphael sprechen, aus Sicht der Eltern kurz vorstellen:

Der jetzige Standort sollte erhalten werden, falls dies jedoch nicht möglich sein sollte, wäre ein geeigneter Standort zu finden, der den Hort- und Kindertagesstättenkindern entsprechende Freiflächen, AG- und Entfaltungsmöglichkeiten, sowie eine Küche in dafür vorgesehenen Räumen bietet.

Durch den im Zuge der städtischen Sparmaßnahmen geplanten Umzug der Kindertagesstätte in einen Neubau auf dem Gelände der Stirumschule und den Umzug des Schülerhortes in das „Hausmeisterhäuschen” sehen die Elternvertreter  viele Nachteile. Im folgenden möchte ich ihnen die wesentlichen Argumente, die gegen einen Umzug sprechen, kurz vorstellen:

1. Es gäbe deutlich weniger Freifläche für alle Kinder. Viele Kinder von St. Raphael sind von 6:30 Uhr bis 17:00 Uhr im Kinderhaus und haben – bedingt durch ihre Wohnsituation - keine weiteren Bewegungs- und Tobmöglichkeiten. Durch den Neubau auf dem Gelände der Stirumschule gehen auch dort Spielflächen verloren. Ersatzflächen für anwohnende Kinder müssten im Bereich der Stirumschule erst neu  geschaffen werden.

2. Auflösung des erfolgreichen Verbundes Kindertagesstätte und Schülerhort, wo heute viele Aktivitäten gemeinsam durchgeführt werden (wie z.B. Oster- und Weihnachtsfeìern etc.).

3. Verlust der sehr guten und individuellen Küche in St. Raphael (auch für Allergiker und Diabetiker-Kinder) und wohl auch der Verlust der dortigen Arbeitsplätze zugunsten eines Catering-Services.

4. Zu viel Unruhe bei geplanter gemeinsamer Mensa für 2- bis 16-jährige Kinder und Jugendliche (Stichwort:Mittagsschlaf).

Geplant ist auch eine mittelfristige Aufgabe des Schülerhortes zu Gunsten einer Ganztagesschule. Hier sehen die Elternvertreter  folgende zusätzliche Nachteile:

1. Verlust der hervorragenden Ganztagesbetreuung in den unterschiedlichsten Räumen, Freiflächen und AGs, wie z.B. Koch- und Back-AG, Garten-AG, Werkstatt-AG, Tischtennis-AG, Fußball-AG, Theater-AG, Trommel-AG, etc...

2. Verlust der individuellen Hausaufgabenbetreuung und Vorbereitung auf Klassenarbeiten, unter Nutzung der umfangreichen Räumlichkeiten.

3. Verlust der Ferìenbetreuung mit hervorragendem Ferienprogramm.

Viele Kinder haben in St. Raphael eine zweite Heimat. Sie gehen sehr gerne und glücklich in das Kinderhaus St. Raphael und genießen die Räumlichkeiten und Freiflächen. In der heimeligen, familienähnlichen Atmosphäre fühlen sich die Kinder geborgen. Die Erzieher in Tagesstätte und Hort sind hochqualifiziert und engagiert, durch das Angebot der zahlreichen AGs haben die Kinder die Möglichkeit, sich auch außerschulisch frei zu entfalten. Viele Kinder haben so viel Spaß daran, dass sie nicht vor Hortschluss (17:00 Uhr) abgeholt werden wollen. Viele Eltern sind berufstätig, was ihnen durch die kompetente und gute Betreuung überhaupt erst ermöglicht wird.

Beim letzten Tag der offenen Tür im Kinderhaus, der vor zwei Wochen stattfand, wurde auch deutlich, daß viele Bruchsaler –ob Mandatsträger oder interessierter Bürger- gar nicht wissen, wie es hinter dem Haus des St. Raphael aussieht. Die Freifläche, der Hof und der Spielplatz des St. Raphael sind wunderschön und ein wahres Paradies für Kinder in Bruchsal.

Hier ist ein Link zu einem Video des Bruchsal.org Autors Waldemar Zimmermann, der sich freundlicherweise bereiterklärt hat, ein Video zum Außenbereich zu erstellen. Hierfür herzlichen Dank!

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Kommentare

Vergleich zum Hof der Stirumschule

Hallo,

vielen Dank für das informative Video des Außengeländes. Hier findet man ein echtes Kleinod, dessen Existenz von der Durlacher Straße aus nicht zu ahnen ist. Ein interessanter Kontrast würde jetzt ein Video vom Schulhof der Stirumschule bilden, vorzugszweise während der Pause. Keine Spielmöglichkeiten, blanker Asphalt und dazu nicht mal genügend Platz für eine ausreichende Bewegung der Kinder und Jugendlichen. Und dieser kleine Schulhof soll durch einen Neubau weiter beschnitten werden. Da hilft dann auch keine Verschönerung mehr.
Da hat die Stadtverwaltung schon mal bessere Ideen gehabt.

Beste Grüße,

Nina Noe

Spende gefällig?

Die Piratenpartei wird auch dieses Jahr wieder zu St.-Martin Glühwein und superleckeren Kinderpunsch anbieten und den Erlös ohne jeden Abzug für wohltätige Zwecke spenden.

Wir wollen die Spende, wenn möglich, dem Kinderhaus zur Verfügung stellen.

Immer am Schlechteren orientieren?

Wenn man den Videobeitrag anschaut und sich dann das Gelände voller spielender Kinder vorstellt, wird klar, warum weit über 100 Eltern der Kinder im St. Raphael eine Unterschriftsliste gegen die Umzugspläne unterschrieben haben.
Das Kinderhaus St. Raphael hat wirklich sehr viel zu bieten und ist in weitem Umkreis vermutlich einzigartig. So etwas darf nicht aufgegeben werden!
Schon gar nicht mit dem Argument: "andere haben so etwas ja schließlich auch nicht". Unsere Kinder sind die Zukunft und so sollten wir sie auch behandeln.

Ich habe so ein Gefühl...

als ob "Investoren" einen Blick auf das Gelände geworfen haben, dort alles abreißen und gewinnträchtig mit Wohnungen zupflastern wollen...für sowas ist unser Gemeinderat doch immer schnell zu haben...(s. Schlachthof, Schafgarten etc.)

Besser ein Neubau - das kennen wir doch schon?

An Gerüchten ist halt doch immer etwas dran. Das hoffnungsfrohe Fazit, das Herr Dr. Jochen Wolf im Oktober letzten Jahres gezogen hat, war doch wohl etwas zu optimistisch?

Zitat: " Somit ist jedenfalls klar, dass das Kinderhaus St. Raphael NICHT geschlossen werden soll und entsprechende Gerüchte haltlos sind."

und

"Das Stadtoberhaupt betätigt sich als Vorreiterin, weil sie in Anbetracht der im Raum stehenden Kosten die bestmögliche Lösung für St. Raphael anstrebt."

Na also, was wollen die Bruchsaler mehr? Nur, was ist, wenn die Vorreiterin den falschen Weg einschlägt? Folgt ihr dann die Meute?

Es ist für mich unverständlich, wie schnell das Wort von der Bausubstanz in "einem jämmerlichen Zustand" gebraucht wird. Ist hier wirklich die Substanz gemeint? Wände, Decken, Dach? Oder ist gemeint: Neue Fenster, neue Heizung, neue Fußböden, evtl. Isolierung, neuer Anstich? Das alles ist doch in jedem älteren Gebäude irgendwann fällig, ohne dass man es abreißt. Außerdem sind solche Sanierungen nicht auf einmal erforderlich, sie können auf mehrere Jahre verteilt werden, je nach Dringlichkeit.

Jeder vernünftige Hauseigentümer legt Gelder für den Erhalt seines Hauses zurück. Diese notwendige Vorsorge ist wohl in Gemeinden nicht mehr vorhanden.

Ähnliches geschah auch in Untergrombach mit der alten Joss Fritz Schule. Es brauch nur genügend "Fachleute" mit der "richtigen" Einstellung, um feststellen zu lassen: Ein Neubau ist billiger als eine Sanierung. Alternativlos - was will man machen. Ein Modewort wird zum Antrieb.

Als letztes noch ein Wort zum Video von W. Zimmermann. Wie immer sehr informativ und der Sache dienlich, jedoch hätte es mir belebt noch besser gefallen.

Mir und...

sicherlich Herrn Dr. Wolf auch. Aber wegen der unvermeidlichen Nahaufnahmen hätte es eventuell Konflikte mit Eltern geben können. Um dies zu vermeiden, wurde an einem freien Tag gedreht.

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