Checkliste für mündige Patienten

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Ausgearbeitet und angeboten von Ärzten von medleaks
Freitag, 22. Februar 2013 - 14:22

Ärzte bei medleaks, eine Initiative kritischer Ärzte, die auch mal "aus dem Nähkästchen" plaudern, haben ein Infoblatt erarbeitet, das einen Überblick über berechtigte Fragen erlaubt, die man einem behandelnden Arzt stellen sollte.

Ich mache nicht viele Worte. Das Blatt ist selbsterklärend.

Wer das Dokument herunterladen möchte, kann das hier tun

 

 

Checklist
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Kommentare

Medizinbetrieb, Ärzte, "Gesundheitswesen"; hier: medleaks

Das Einstellen der "Checkliste für mündige Patienten", herausgegeben von "medleaks", ist eine gute Sache - für eh schon Interessierte und "kritische Geister".

Besonders für ältere Menschen,
die beim Anblick von Doktortitel und weißem Kittel immer noch vor Ehrfurcht erstarren,
prinzipiell davon ausgehen, dass man nur ihr Bestes will (hier meine ich NICHT ihr Geld, sondern ihre Behandlung mit Ziel ihres gesundheitlichen Wohlergehens) und
i. d. R. KEINEN Internetzugang haben -
stellt es jedoch kein(e) verfügbares und akzeptierte(s) Informationsmedium/ Informationsquelle dar.
Denn "Whistleblowing" ist nicht "seriös" ...

Mitarbeiter und Betreiber von "medleaks" müssen leider anonym bleiben (wie auch die von" EsoWatch.com", jetzt "psiram.com"), weil sonst ihre Arbeit unmöglich gemacht bzw. drastisch behindert wird durch eine Flut von Klageandrohungen, Gerichtsverfahren und Rechtsstreitigkeiten.
Die angegriffene, mächtige Lobby (Ärzteschaft, Pharmaindustrie, Unternehmen/Vereine/Stiftungen im privaten" Gesundheitswesen" etc.) weiß sich zu wehren und zu verschanzen - und hat die finanziellen Mittel und genügend Einfluss, um Kritiker mundtot zu machen.

Deshalb ist m. E. nur dadurch etwas zu bewirken, wenn in der Presse bzw. TV kritische Beiträge zum o. g. Themenbereich ihren Platz finden - dazu bedarf es unabhängiger Redaktionen und mutiger Journalisten/Fachleute/Betroffener.

Und die gibt es (noch) - selbst im "Deutschen Ärzteblatt" (2003);
oder sollte man besser sagen: gab es noch?:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/36631
Hier ging es um unwissenschaftliche Methoden in der Umweltmedizin.

Dem gegenüber gestellt sei (2012):
Symposium der DGEIM e.V. (Deutsche Gesellschaft für Energetische und InformationsMedizin) - mit "Fachausstellung" (!)
http://www.scribd.com/fullscreen/99781700?access_key=key-mr68fqgb1o23hsz...

dazu bei psiram.com:
http://psiram.com/ge/index.php/DGEIM

Dies nur als kleines Beispiel ...

NACHTRAG: "Alternativmedizin", "Geistheilung", Vermarktung

Während einige wenige Ärzte sich bei o. g. "medleaks" bemühen, Missstände in unserem Gesundheitswesen öffentlich zu machen, zur Diskussion zu stellen und ihre Arbeitsbedingungen (besonders im Krankenhaus) zum Wohle des Patienten zu verbessern -
wählen viele Ärzte einen anderen Weg, weil dieser weniger mühsam und bedeutend lukrativer ist und sich auf diesem Weg auch noch allerlei vermarkten lässt -
und zwar in großem Stil:

http://www.earth-oasis.de/
http://www.earth-oasis.de/gesundheits-kongress-heilung-auf-3-ebenen
http://www.earth-oasis.de/geistheilungstage/joao-de-deus

http://www.open-mind-academy.net/
http://www.open-mind-academy.net/gesundheits-appell/
http://www.open-mind-academy.net/seminare-symposium/

http://www.staette-der-heilung.de/
http://psiram.com/ge/index.php/Jo%C3%A3o_de_Deus

Selbst die Kirchen werden aufmerksam und warnen:

http://www.alsfeld-evangelisch.de/wunderheiler.html
http://www.alsfelder-allgemeine.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Alsf...

Ein nicht unbedeutender Teil unserer Ärzte wandert also in den Bereich der "Alternativmedizin" ab; wobei "Alternativmedizin/Ganzheitliche Medizin/Komplementärmedizin" ALLES beeinhalten/bedeuten kann - wie man sieht ...

"Denn "Whistleblowing" ist nicht "seriös" ..."

...aber trotzdem besser, als gar nichts zu tun und zu schweigen.

Gewisse Meldungen, die unabhängig voneinander über diesselben Missstände berichten, Vorfälle, die glaubhaft erscheinen oder einer Nachprüfung standhalten, sind m.E. durchaus geeignet, um hinter die Kulissen zu schauen.

Übrigens habe ich den Link auch an NAIS (Neues Altern in der Stadt) geschickt, mit der Bitte, ihn in die Website einzubauen, was auch getan wird. Somit erreichen wir auch ältere Menschen, die noch nicht unbedingt einen PC haben.

Zu pseudowissenschaftlichen Heilmethoden:

Grundsätzlich muss man jede Therapie gelten lassen, die hilft. Wenn jemand durch den "Timewaver" wieder gesund wird, hat selbst dieses Gerät seine Daseinsberechtigung. Auch Placebos können bekanntlich helfen.

Es kann nur keine Therapie sein, die die Solidargemeinschaft auf eine bloße minimale Erfolgschance bezahlen muss, die allenfalls im Erfolgsfalle dafür einstehen könnte.

Eine Abgrenzung der echten "Alternativen Medizin" zu Hokuspokus und Scharlatanerie ist schwer zu ziehen. Es ist noch nicht lange her, da haben die Hardcore-Schulmediziner auch über die TCM noch gelacht...

Und was die "Evidenz" angeht, so müssen sich die Kassen und Lobbyisten fragen lassen, wie man "Evidenz" eigentlich misst. Ein Augenarzt, den ich nur von online-Kontakten kenne, meinte mal dazu, dass er immer Bauchschmerzen bekäme, wenn von der Forderung nach "evidenter" Medizin die Rede sei.

Natürlich heilt man Krebs nicht mit Bachblüten und ein gebrochenes Bein nicht mit Handlauflegen. Aber man muss auch nicht immer sofort den chemischen Presslufthammer herausholen oder immer sofort "schneiden".

Dazu habe ich in eigener Familie ein paar Erfahrungen gemacht, die einem doch zu denken geben.

Der Glaube

versetzt Berge. Deshalb sind Heilerfolge mit Placebos, Bachblüten und Verdünnungen D12 möglich. Wer einem Verfahren vertraut und glaubt, dass es hilft, der hat möglicherweise Chancen, Heilung zu erfahren.

Wer Heilung oder Linderung erfährt, wird dieses Verfahren auch loben, wer erfolglos gehofft hat, macht das noch lange nicht so publik und wird, so er es denn doch tut, sofort niedergemacht. Da kommt dann schon einmal die Mähr von dem bissigen Hund, der mit Notfalltropfen handzahm wurde. Auf Nachfrage wußte man das nie aus eigener Erfahrung, sondern immer von Erzählungen und Berichten anderer.

Ich stimme zu, wer heilt, hat Recht.

Aber ich bedaure auch die vielen, die von Scharlatanen um ihr Geld und um ihre Gesundheit gebracht wurden.

M. le Fay - Whistleblowing - Schulmedizin - Pseudomedizin

@ M. le Fay

Sie haben mich in einigen Punkten missverstanden:

"Whistleblowing" wird oft als" nicht seriös" betrachtet - wegen der erzwungenen Anonymität - und deshalb verrissen, verunglimpft und nicht ernst genommen.
Natürlich ist es nur zu begrüßen, dass es solche Initiativen und Portale überhaupt gibt - und sie zunehmend bekannter werden.
Sie sind wichtiger denn je ...

Zu pseudowissenschaftlichen Heilmethoden:
Muss man tatsächlich JEDE "Heilmethode" gelten lassen, die angeblich hilft?
Und mit der Millionengeschäfte gemacht werden?
Was sind das für "Krankheiten", die durch Placebo-/Nocebo-Effekte/Esoterikgerätschaften "geheilt" werden können?
Ist alles erlaubt, was angeblich und beispielhaft "hilft"?
Auch " Geistheilung" bei Massenveranstaltungen eines Joao de Deus?
(siehe dazu auch mein Kommentar von heute morgen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo
http://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt
http://psiram.com/ge/index.php/Jo%C3%A3o_de_Deus

Die Schulmedizin, wie sie bei uns betrieben wird, lässt die Patienten oft im Stich und nimmt sich zu wenig Zeit für eine ausführliche Anamnese/Beratung/Aufklärung - Stichworte: "chemischer Presslufthammer", "immer gleich schneiden", Apparate-Medizin.
Da liegt Vieles im Argen - deshalb gibt es "medleaks".
Ausschlaggebend bei Missständen sind m. E. hier Lobbyismus, Privatisierung des Gesundheitswesens und die Struktur der GKV (Gesetzliche KrankenVersicherungen).
Denn Hausarztbesuche bei nicht mobilen alten Menschen sind nur für Minimalst-Beträge bei den GVK abzurechnen ... - nur als Beispiel.

Evidenz, Wissenschaftlichkeit:
M. E. die einzigen Kriterien, um Diagnosen, Therapien, Medikamente, Behandlungen aller Art etc. zu erstellen/zu prüfen/anzuwenden.
Welche Kriterien (mit reproduzierbaren Ergebnissen) gäbe es sonst?

Im Übrigen ist selbst der etablierten Presse schon aufgefallen, dass Pseudomedizin/Paramedizin/Esoterik in deutsche Hochschulen einzieht - auch in den universitären Lehrbereich:

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Dossier-Esoterik-Esoterisierung
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/esoterik-an-der-fachhochschul...
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/uni-viadrina-komplementaermed...

dazu auch:
http://psiram.com/ge/index.php/Europa-Universit%C3%A4t_Viadrina

Eine Entwicklung, die m. E. mehr als bedenklich ist ...

Wo sind die Grenzen zwischen "echter Alternativmedizin" und "Hokuspokus/Scharlatanerie" bzw. bloßer Geschäftemacherei ?!

Und was ist mit dem Hippokratischen Eid, der ärztlicher Verantwortung, der Ethik in der Medizin ?!

Die Schulmedizin

Die Schulmedizin, wie sie bei uns betrieben wird, lässt die Patienten oft im Stich und nimmt sich zu wenig Zeit für eine ausführliche Anamnese/Beratung

Wem sagen Sie das..?!

Wie sagte der bereits erwähnte Augenarzt im Web mal sinngemäß?

"Für 18 Euro im Quartal interessiere ich mich zuerst für mich selbst, denn sonst muss ich meine Praxis zumachen". Natürlich stellt sich die Frage, ob das bei 60 Euro im Quartal anders wäre. Oder bei 80 Euro..

Was sind das für "Krankheiten", die durch Placebo-/Nocebo-Effekte/Esoterikgerätschaften "geheilt" werden können?

Das ist soo nicht die Frage. Es geht um den subjektiven Leidensdruck!

Wenn jemand schon am Zusammenbrechen ist, nur weil ihm der berühmte Furz quersitzt, dann hat er evtl. einen höheren Leidensdruck als die robuste Natur mit dem gebrochenen Finger. Den Flatulenzen kann ich auch mit Naturheilkunde erfolgreich beikommen, dem gebrochenen Finger nicht unbedingt. Ausdrücklich nehme ich aber Klangschalen, Timewaver u.ä., sowie Geistheiler und Handaufleger dabei aus, denn das hat genauso viel Wirkung wie der Rat eines Karlsruher Augenarztes an seine Kassenpatientin, die über trockene Augen klagte: Trinken Sie viel Wasser!

Kennen Sie die Praxis des Heilpraktikers John de Milleville in Karlsruhe? Der Mann arbeitet von früh morgens bis 22 Uhr und wenn dann immer noch Patienten vor dem Haus stehend auf ihn warten, auch länger.

Irgendwas muss der Mann richtig machen...!

Ich habe halt meine schwersten Bedenken, wenn es um "Evidenz" geht. Jemand, der Testreihen finanziert, um die Wirksamkeit des eigenen Produktes zu belegen, wird doch alles dafür tut, dass die Testreihen das gewünschte Ergebnis bringen. Oder?

Und es gibt auch keine Evidenz in der Kinderheilkunde. Ein Medikament, dass bei 1000 40 jährigen bestens ankommt, muss bei einem 80jährigen noch lange nicht wirken.

Meine Frau hat sich über fast ein Jahr bei ihrem Anthroposophen mit Mistelspritzen behandeln lassen. Und zwar erfolgreich! Das "Auspendeln" einer Weizenallergie bei einem Durlacher Kinderarzt haben wir aber abgelehnt.

Es hätt´ nicht gewirkt, denn meine Tochter war zu jung, um daran zu glauben ;-)

Gute ärztliche Grundversorgung für ALLE

@ Morgan le Fay

Ich kann nur hoffen, dass Sie und Ihre Familie einen guten Hausarzt mit umfassenden schulmedizinischen Kenntnissen, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft für seine Patienten haben -
und der NOCH HAUSBESUCHE MACHT, wenn jemand mit Brechdurchfall, schwerer Grippe, hohem Fieber u. ä. es nicht mehr in seine Arztpraxis schafft.

Der Mistelspritzen-Anthroposoph oder der Weizenallergie-Auspendler - auch der vielbeschäftigte Karlsruher Heilpraktiker - kommt garantiert nicht zu Ihnen ins Haus, wenn Sie tatsächlich behandlungsbedürftig schwer erkrankt sind.
Die Leistungen solcher Ärzte oder Heilpraktiker müssen privat, als IGeL-Leistungen oder komplett als Selbstzahler bezahlt werden -
stellen insofern also Luxus-"Medizin" für Wenige dar, die an solche Methoden der Anthroposophie und Esoterik glauben und es sich leisten können.

Wenn Sie GLAUBEN wollen und auch das Geld dazu haben ... ;-)
Man wird sich an entsprechender Stelle darüber freuen und sich die Hände reiben - in Erwartung eines zahlungskräftigen Kunden mehr ...

Sorry, so sieht nun mal die Realität aus.

Hausbesuche

Gibt es überhaupt noch einen Arzt hier in Bruchsal, der für die paar Kröten, die es dafür gibt, Hausbesuche macht?

Bislang haben wir keinen hausbesuchenden Arzt benötigt, obwohl wir - meine Frau wie auch ich - Chroniker sind. Ich wäre schneller fertig, wenn ich aufzählen würde, bei welchem Arzt wir noch nicht waren.

Ja, der Anthroposoph ist studierter Arzt und hat uns auch auf unsere Asientrips vorbereitet, uns gegen Hepatitis geimpft und Fansidar gegen Malaria verschrieben. Nur - wenn es irgendwie ging, hat er eben lieber Johanniskrautsaft und Umckaloabo verschrieben statt irgendwelcher chemischen Presslufthämmer.

Außerdem hat er sich um ein Gesamtbild seiner Patienten bemüht und entsprechend therapiert. Für mich das Erstaunlichste an diesem Mann: Egal, wie lange man für sein Wehwehchen brauchte, er nahm sich alle Zeit der Welt. Dafür hat der den 3,7fachen GOÄ-Satz abgerechnet, aber er ist jeden Euro wert (gewesen). Leider praktiziert er seit ein paar Wochen nicht mehr, da er selbst schwer krank geworden ist und einen künstlichen Ausgang hat.

Und in seiner Praxis steht ein Meer von Blumen und Genesungswünschen von seinen Patienten.

Schulmedizin, Hausbesuche

@ Morgan le Fay

Sie sprechen genau das Dilemma an:
Es gibt sie kaum mehr - die HAUS-Ärzte bzw. Allgemeinärzte.
Denn Hausbesuche können nur für ein paar "Kröten" abgerechnet werden, obwohl diese ärztliche Leistung eine ganz grundlegende ist.

Besonders für alte Menschen (und es wird jeder mal alt), die nicht mobil, häusliche Pflegefälle (auch mit Pflegestufe!) und dazu noch chronisch krank sind (insulinpflichtige Diabetiker, Marcumar-Patienten u. ä.) - was regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig macht.
Wie kommen diese Patienten zur Hausarzt-Praxis geschweige denn zu Facharztpraxen, wenn sie KEINE hilfsbereiten Angehörigen haben, die regelmäßig und oft einen halben Tag (Patienten "ausgehfertig" machen, anziehen, Rollator oder Rollstuhl im Auto verstauen, Praxis-Wartezeiten) drangeben, um sie dorthin zu fahren und zu begleiten?
Selbst eventuell eingeschaltete ambulante Pflegedienste können kaum mehr solche Fahrten (bei Pflegeeinstufung abrechenbar über die gesetzliche Pflegeversicherung) übernehmen, weil sie seit Wegfall der Zivi-Stellen kein Personal mehr dafür haben.

Sich mehr Zeit zu nehmen für Anamneseerhebung/Beratungsgespräche, sich ein Gesamtbild des Patienten zu verschaffen, nicht gleich "chemische Presslufthämmer" zu verschreiben (wie z. B. Antibiotika bei Erkältungen), sondern wirkliche Alternativen (im besten Sinn des Wortes!) aufzuzeigen, notwendige Hausbesuche -
all das wäre durchaus möglich auch im Rahmen der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung) und anders strukturierter GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte).
Nämlich dann, wenn diese ärztlichen Leistungen ähnlich gut abgerechnet werden könnten wie z. B. die Erstellung eines Röntgenbildes (beim Radiologen) oder Blutbildes (beim Laborarzt) und so die Gewichtung eine andere wäre.

Anamnese/Beratung

all das wäre durchaus möglich auch im Rahmen der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung) und anders strukturierter GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte).
Nämlich dann, wenn diese ärztlichen Leistungen ähnlich gut abgerechnet werden könnten wie z. B. die Erstellung eines Röntgenbildes (beim Radiologen) oder Blutbildes (beim Laborarzt) und so die Gewichtung eine andere wäre.

Uui, um halb 4 morgens haben Sie Ihren Beitrag verfasst? Tapfer, tapfer

Also so wünschenswert eine vernünftige Entlohnung für eine g´scheite Erhebung der Krankengeschichte wäre, so schwierig wäre es, nachzuhalten, wieviel von den 2,5 Stunden, die man mit dem Arzt gelabert hat, tatsächlich zur Behandlung nötig war.

Im SGB V gibt es eine WANZ-Regel, die besagt, dass von der GKV halt nur bezahlt werden kann, was wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig ist. Eine sinnvolle Regel für eine Solidargemeinschaft, wenngleich ich das "ausreichend" gerne gegen "angemessen" ersetzen wollte. Wäre es dann noch möglich, dass der Arzt und sein Patient bestimmen, was im Einzelfall WANZ ist, wäre alles perfekt. Aber leider wurde genau diese Regel zum Problem für die Patienten und Leistungserbringer, denn die Krankenkassen (müssen) bestimmen, was WANZ ist.

Leider gibt es Patienten, die einem einen Knopf ans Ohr labern und es gibt Ärzte, die geduldig zuhören würden ("wird ja bezahlt"). So gut ich verstehe, dass vereinsamte Menschen auch mal reden wollen, so sicher ist die Arztpraxis nicht der geeignete Ort dafür. Und dass ein Arzt verdienen möchte, ist legitim und notwendig, aber man muss ihm dabei eben auch auf die Finger schauen (dürfen).

Die Krankenfahrten waren bereits eine (naive) Idee von Kommunen, dem Landarztmangel entgegenzuwirken. Man wollte - kommunal finanziert - dem Arzt kostenlos die Patienten ins Haus liefern. Dem abzusehenden Mangel kann man damit bestimmt nicht begegnen, aber ich hätte nichts dagegen, wenn Kommunen oder soziale Dienste wie die AWO o.ä. diese Dienste gegen eine Gebühr oder (pharma-)werbefinanziert einrichten, solange die freie Arztwahl dabei noch gewährleistet bleibt.

Ich werde aber anregen, dass dieser Punkt in unser Wahlkampfprogramm mit aufgenommen wird.

Privat-Anthroposoph versus Kassen-Hausarzt ?

@ M. le Fay

Zitat:
"Also so wünschenswert eine vernünftige Entlohnung für eine g´scheite Erhebung der Krankengeschichte wäre, so schwierig wäre es, nachzuhalten, wieviel von den 2,5 Stunden, die man mit dem Arzt gelabert hat, tatsächlich zur Behandlung nötig war."

Wenn Sie einem Hausarzt bei dessen "Gelaber" "auf die Finger schauen" wollen, dann müssen Sie das z. B. auch bei Ihrem Karlsruher Mistelspritzen-Anthroposophen tun, der "sich alle Zeit der Welt nimmt" und dafür den "3,7-fachen GOÄ-Satz abrechnet" - vermutlich privat.

Ihre Kritikfähigkeit scheint etwas einseitig gelagert zu sein - und hängt vielleicht eher von Glaubensfragen ab ...

Im Übrigen gibt es freiwillige Frühaufsteher, die morgens ihre besten Ideen haben - das ist der individuelle Bio-Rhythmus ... :-)
Nicht zu verwechseln mit Nachtschicht-Arbeit in Fabriken oder Krankenhäusern/Altenheimen und bei Bereitschaftsdiensten -
wo die Leute funktionieren MÜSSEN, und zwar meistens noch unterbezahlt.

Privat vs. Kasse

Wenn Sie einem Hausarzt bei dessen "Gelaber" "auf die Finger schauen" wollen, dann müssen Sie das z. B. auch bei Ihrem Karlsruher Mistelspritzen-Anthroposophen tun, der "sich alle Zeit der Welt nimmt" und dafür den "3,7-fachen GOÄ-Satz abrechnet" - vermutlich privat.

Ihre Kritikfähigkeit scheint etwas einseitig gelagert zu sein - und hängt vielleicht eher von Glaubensfragen ab ...

Hä? Jetzt kann ich Ihrer Argumentation aber nicht mehr folgen. Was ich mir privat leiste, braucht doch jemand anderen überhaupt nicht zu jucken! Natürlich war der Anthroposoph ein reiner Privatarzt.

Wenn ich aber das Geld einer Solidargemeinschaft für mich haben möchte, muss ich mich halt an gewisse Spielregeln halten, denn das Geld gehört mir nicht. Das gilt sowohl für den Arzt als auch für den Patienten.

Was hat das mit Anthroposophen und "Glaubensfragen" zu tun?

Dass ein Augenarzt für 6 Euro/Monat (18 Euro im Quartal) sich nicht den A..... aufreißt, ist klar und muss geändert werden. Aber immer mit Blick darauf, dass es das Geld der Versicherten ist, das da verteilt werden soll und mit Fingerspitzengefühl für das Notwendige und Angemessene.

Zwei-Klassen-Medizin; Privatarzt als Verkäufer; "Spielregeln" ?

@ M. le Fay

Um bei Ihrem Ton zu bleiben:
Hä ...?

Nochmal:
Ärztliche Tätigkeiten und Leistungen werden von Ihnen unterschiedlich gewertet:

- Privatärztliche, die man sich leistet will bzw. leisten kann - und die aber nicht hinterfragbar sein sollen;
was ist dort "notwendig" und "angemessen" ?
Hier bestimmt der Markt/die Nachfrage die "Spielregeln".

- ärztliche Leistungen auf Basis der GKV/GOÄ, die für ALLE da sind bzw. für die, die sich nichts anderes leisten können;
dort gibt es bis in`s Detail Vorschriften zur "Angemessenheit" und "Notwendigkeit";
wer macht diese Vorschriften?;
aufgrund welcher Kriterien, welcher Interessenlagen werden hier die "Spielregeln"bestimmt?
"Wes` Brot ich ess`, des` Lied ich sing` ..."

Wohl dem, der als Patient NOCH wählen kann ...
und nicht nehmen muss, was er kriegt ...

Zu "Anthroposophie" und deren (privatärztlichen) Behandlungsmethoden kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein;
und es hat sehr wohl mit GLÄUBIGKEIT an die obskuren Lehren eines Rudolf Steiner zu tun:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie
http://psiram.com/ge/index.php/Anthroposophie

Im Übrigen:
Im privatärztlichen Bereich blüht und gedeiht jeglicher Humbug - ohne jegliche Beschränkungen und Vorschriften ...
Es wird angeboten und verkauft, was das Herz und der Glaube begehrt und der Geldbeutel des Patienten/Kunden hergibt ...
Bei auftretenden gesundheitlichen Schädigungen des Patienten ist der Behandler/Anbieter nicht haftbar zu machen, denn es war ja ein Privat -"Vergnügen"; und man hat vielleicht sogar eine Einverständniserklärung unterschrieben.

Sinn der Diskussion?

Ich habe inzwischen vollkommen aus dem Auge verloren, was Sie eigentlich wollen.

Einmal kritisieren Sie jede Form von sog. Alternativer Medizin und rücken sie in den zwielichtigen Bereich, ein andermal bedauern Sie, dass für Hausbesuche nichts mehr bezahlt wird und dann wiederum neiden Sie einem die Möglichkeit, sich behandeln zu lassen, wie man gerne behandelt werden möchte.

Natürlich würde ich jedem wünschen, dass er sich nach gusto behandeln lassen kann, aber ich würde auch jedem sein Traumauto gönnen und seine Villa am Meer mit Pool...

Rudolf Steiner ist mir schnurzpiepegal.., was zählt, ist ein Arzt, der für mich Zeit hat. Und wenn es Ihnen noch so missfällt: Es soll Leute geben, die bei Anwendung von alternativer Medizin gesundet sind.

Dass die Krankenkassen heute nicht mehr in der Lage sind, finanziell das zu stemmen, was sie eigentlich sollten und müssten, liegt nicht zuletzt daran, dass es über Jahrzehnte ein Selbstbedienungsladen war und teilweise noch immer ist.

Heute bekommen wir - auch wir Optiker - dafür die Quittung. Aber ich gebe zu, es ist ein Ergebnis aus der Verquickung von etlichen Umständen und den Versäumnissen der Politik über Jahrzehnte.

Wenn es nach mir ginge,  würde es nur noch eine Einheitskrankenkasse geben, in die JEDER vom Gesamteinkommen einen Prozentbetrag einzahlt.

Zusatzleistungen gäbe es nicht mehr, denn sie wecken stets Begehrlichkeiten, selbst wenn man Zusatzleistungen auf sog. "Hotelleistungen" beschränken würde. Und es darf m.E. nicht sein,  dass es Fehlallokationen, Fehlanreize und Interessenkonfikte gibt, wenn es um die Gesundheit der Menschen geht.

Nur - wenn sich jemand naturheilkundlich behandeln lassen möchte und Erfolg damit hat, dann sollte das die Kasse auch (meinetwegen nachträglich) bezahlen müssen.

Soviel Freiheit muss sein...!

Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

Ich hatte gehofft, auf einige Missstände im "Gesundheitswesen" und Medizinbetrieb aufmerksam machen zu können -
und bin kein Vertreter oder Gegner irgendeiner bestimmter Richtung/Schule.

Man sollte aber immer seiner wachen Verstand gebrauchen, kritikfähig bleiben und seine Scheuklappen ablegen - und nach den Hintergründen fragen.
Medizin als Business wie jedes andere zu betrachten - in welcher Form und unter welchem Deckmantel auch immer - halte ich als Mainstream-Entwicklung für sehr gefährlich und moralisch verwerflich.
Es geht hier um Gesundheit - das wichtigste Gut überhaupt.

Hippokrates würde sich im Grabe herumdrehen - hätte er von den heutigen Zuständen Kenntnis ...

Passender Blogbeitrag

Eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion heraushalten. Aber dieser Satz, Morgan Le Fay,

Nur - wenn sich jemand naturheilkundlich behandeln lassen möchte und Erfolg damit hat, dann sollte das die Kasse auch (meinetwegen nachträglich) bezahlen müssen.

Soviel Freiheit muss sein...!

springt mich gerade an, weil er so vortrefflich nach dem Blogbeitrag schreit, den der Kinderdok gestern geschrieben hat. Und in dem es darum geht, dass heute die Kassen überhaupt kein Problem mehr damit haben, irgendwelche "alternativmedizinischen" Dinge zu bezahlen, sich aber dann dort sträuben, wo es wirklich nötig wäre.

Wer sich das Unglück leistet, mit einem doofen Einzelfallschicksal dazusitzen, muss mitunter um sämtliche Erstattungen kämpfen. Da ist einfach die Lobby zu klein. Und es bringt der Kasse keine zusätzlichen Kunden, wenn sie schreibt: "Oh ja, wir bezahlen für ein Kind, das das braucht, sonderangefertigte Schuhe."

Viel besser zieht da: "Wir übernehmen selbstverständlich die Kosten für alternativmedizinische Heilmethoden."

Auch wenn letztere den Nachweis ihrer Wirkung schuldig bleiben, das Kind die extrem teuren Schuhe aber ganz offensichtlich braucht.

Kleiner Ausschnitt vom Kinderdok-Blog:

Ich habe eine Familie, die mit ihrem ehemaligen Frühgeborenen von 600g, leider mit Schwerbehinderung, PEG-Ernährung und Sauerstoffbedarf, in den letzten sechs Jahren wirklich *jedes* Hilfsmittel, *jedes* Heilmittel und jede einzelne Plastikspritze zum Aufziehen vom Lani.top begründen musste. Vielleicht haben sie einen blöden Sachbearbeiter erwischt oder einen blöden Nachnamen mit einem blöden Anfangsbuchstaben, aber das kann man Eltern chronisch kranker Kinder nicht vermitteln: Das Verprassen von Leistungen zweifelhafter Wirkung und Verschenken von Boni an die breite Masse versus der einfachsten Hilfsmitteln zum Überleben ihres Kindes.

Den Blog gibt's hier:
http://kinderdoc.wordpress.com/
Und den Artikel hier:
http://kinderdoc.wordpress.com/2013/02/25/ich-klage-an/

Offene Türen

Hallo Susanna,

aber ja! Sie rennen bei mir offene Türen ein. Ich schrieb das bereits auch, dass selbstverständlich nach der WANZ-Regel therapiert werden muss und das beinhaltet, dass alles notwendige (das "n" bei WANZ) getan und bezahlt werden muss. Gar keine Frage!!

Wenn aber 2 Wege nach Rom führen und einer davon über die sog. "Alternativen Heilmethoden" und der Patient die Anwendung dieser Heilmethoden wünscht, so sollte er die Möglichkeit haben, sich auch so auf Kassenkosten behandeln zu lassen. Allerdings müssen sie Aussicht auf Erfolg versprechen. Dazu sollte es "Weiße Listen" geben.

Es geht also nicht um entweder Kinderschuhe oder Akupunktur, sondern es geht um Kinderschuhe und Akupunktur oder Tabletten.

Blogbeitrag - Lobbyismus

@ Susanna

Vielen Dank für das Einstellen des Blogbeitrages und Ihres Kommentars.

Eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion verabschieden.
Sie beschreiben jedoch ein Fall-Beispiel, das meiner Erfahrung nach geradezu exemplarisch ist für die heutigen Gewichtungen bei den Entscheidungsträgern;
hier: den Krankenkassen.
Es funktioniert nach den Regeln des "freien Marktes":

Lobbyismus prägt/trägt die Entscheidungen -
wer keine Lobby hat, ist kein guter Kunde und fällt somit durch`s Raster.
Dazu gehören Kinder (wie im Beispiel) wie auch alte, pflegebedürftige Menschen und "sozial Schwache".

Die "Alternativmedizin" bzw. alles, was sich als solche deklariert, hat mittlerweile eine sehr große, einflussreiche Lobby und ist "en vogue", "in" - hauptsächlich bei Klientel mittleren Alters mit gutem Einkommen/Bildungsniveau und geringfügigen Beschwerden.
Ein boomender Markt, den sich auch die Krankenkassen nicht entgehen lassen wollen.

Große Heilmittel/Homöopathie-Unternehmen sponsern mittlerweile schon Privat-Unis mit entsprechendem "Studienangebot":
http://psiram.com/ge/index.php/Institut_f%C3%BCr_transkulturelle_Gesundh...

Wenn alte, chronisch kranke und bettlägerige Menschen einen Antrag auf Pflegeeinstufung stellen (bzw. ihre Angehörigen bei häuslicher Pflege), wird dieser in vielen Fällen vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) abgelehnt.
Es ist bekannt, wie restriktiv hier die Krankenkassen bzw. der MDK vorgehen.
Man muss also Widerspruch einlegen, erneute Anträge stellen usw. - Papierkrieg ohne Ende ..., der für alte Leute selbst überhaupt nicht zu bewältigen wäre.
Notwendige Hilfsmittel wie z. B. ein Pflegebett werden nicht genehmigt, ebenso die Kostenübernahme für Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Notwendige versagt - aber alles andere Mögliche finanziert wird.

Manchmal ist es einfach sinnlos...

@Beobachter: wir sind wohl beide bei psiram unterwegs, wahrscheinlich kennen Sie auch die GWUP und ScienceBlogs und was es da sonst noch an durchaus sinnvollen Seiten gibt.

Ich diskutiere meistens nicht mehr, wenn es um Homöopathika etc. geht. Jedenfalls nicht, wenn die Leute um die Hintergründe der Homöopathie wissen und trotzdem daran glauben. Aber wenn da wieder jemand ist, der glaubt, ein Homöopathikum sei einfach "was Pflanzliches", dann erlaube ich mir schon mal zu erklären, wie die Präparate im Prinzip hergestellt werden.

Man sollte meinen, jemand der auch nur von Ferne an Physik und Chemie geschnuppert hat, müsste sofort einsehen, dass wo nichts ist auch nichts wirken kann.

Aber nein.

Ärzte (Hochschulausbildung) springen auf den Zug auf. Und erhöhen die Akzeptanz der "alternativen Heilmethoden".

Krankenkassen bezahlen. Und auch sie erhöhen die Akzeptanz der Methoden.

Jeder "Normalpatient" muss sich doch bei so viel Akzeptanz sagen, dass es sich hier um ganz normale Präparate handelt. Wie viele "Normalpatienten" kennen sich mit dem absurden Verdünndungstheater der Homöopathika aus? Wie viele kennen die theoretischen Hintergründe? Wie viele wissen, dass von der Wirksubstanz kein einziges Molekül mehr im Endprodukt ist?

Und wie viele würden, wüssten sie das, nicht vielleicht doch davon abkommen?

Aber ach. Es ist ein Elend.
Windmühlen allenthalben.

Wie kann etwas wirken...

das nicht vorhanden ist? Also muß es sich doch um Einbildung handeln. Man sieht das ja bei Naturvölkern. da hüpft der Medizinmann halb bekifft oder unter Drogen im Kreis herum, schwenkt irgendwelche Räucherstäbchen, schüttelt Hühnerfüße, wirft Asche in die Luft und - die Leute werden gesund!
Weil sie eben glauben, daß der Hokus-Pokus wirkt.
Ich dachte immer, wir leben im 21. Jahrhundert und sind aufgeklärt. Mitnichten. Schaut man sich das an, was an Aberglaube immer mehr Fuß faßt, trotz christlichen Glaubens, kann man wirklich verzweifeln. Und wenn man dann im Internet die Leute hört, die fest an diesen Mist glauben, möchte man manchmal nicht mehr leben. Diese Menschen vergessen in Diskussionen mit "Andersdenkenden" jeglichen Anstand und jegliche Kinderstube. Was man sich da an Beschimpfungen anhören muß, ist wahrlich unterirdisch. Die Menschheit scheint, trotz großer wissenschaftlicher Errungenschaften, noch keinen Schritt weiter gekommen zu sein. Es ist wirklich ein Elend.

Alternative Therapie oder Hokuspokus

@Waldemar Z.

Genau um diese Scharlatanerie geht es mir NICHT. Selbst wenn sie im Ausnahmefall mal helfen würde, weil sie die Wirkung eines Placebos hat, denn die "Therapie" verspräche keine Aussicht auf Erfolg.

Genauso verhält es sich mit irgendwelchen aberwitzigen Verdünnungspotenzen. Nichtsdestotrotz gibt es Substanzen, die noch in der D10-Potenz tödlich sind. Von wegen keine Wirkung...!

Aber das Wichtigste hier scheint mir, darauf hinzuweisen, dass es nicht deshalb keine Krankentransporte, unterbezahlte Ärzte und Krankenpfleger, dass es nicht deshalb für als blind geltende Leute keine Sehhilfen und für Kinder keine angefertigten Schuhe mehr gibt, weil alternative Heilmethoden von einzelnen Kassen in einzelnen Fällen bezahlt werden.

Glauben Sie nicht auch, dass ich mich freuen würde, wenn die Kassen für den einen oder anderen Kunden noch einen Zuschuss zu einer Sehhilfe bezahlen würden?

Erst gestern war ein fast 80jähriger Mann bei mir, der mir sein Leid klagte, dass er nicht mehr gut sähe. Im Gespräch kamen wir auf seine Frau, die eigentlich AMD in der Augenklinik in Heidelberg kurieren lassen sollte und eine Überweisung dahin hat.

Aber keine Sau will ihr die Fahrt dorthin ermöglichen, die sie selbst nicht mehr bewältigen kann. Also habe ich heute sowohl die AWO als auch die Caritas angerufen und darum gebeten, dass man der Frau unbürokratisch und preisgünstig hilft. Die AWO hat mir signalisiert, als Entgegenkommen für die Spenden, die wir jährlich an die AWO übergeben, eine bezahlbare Lösung für die Kundind von mir zu finden.

Außerdem betreue ich - wie schon ein paar Male erwähnt - zusammen mit Dr. Roth aus Ulm Bedürftige der Ulmer Armenklinik, für die ich kostenlose oder kostengünstige Sehhilfen beschaffe oder anfertige.

Wollen denn die Diskutanten hier allen Ernstes bestreiten, dass ich mich um den Bürger bemühe und kein Verständnis für die Situation mancher Leistungserbringer und deren Patienten/Kunden aufbringe?

Ich glaube nicht, dass ich mir den Schuh anziehen muss. Und trotzdem haben all diese Zustände absolut nichts damit zu tun, dass man auch jemandem Akupunktur bezahlt, der Schmerzen hat und keine Tabletten fressen will. Täte man das nicht, müssten genausoviele Leute ohne Brillen und Krankentransporte auskommen.

Namen vergessen...

Habe grade gesehen, dass ich bei einem Kommentar weiter oben ("Manchmal ist es sinnlos") meinen Namen vergessen habe. Ist ja nicht so, dass ich nicht zu meiner Meinung stünde...

@ Morgan Le Fay: Peace!
Wir werden zwar in Sachen Homöopathie und auch sonst noch dem einen oder anderen Punkt zu keinem 100%igen Konsens kommen, aber ihr Engagement finde ich auf jeden Fall prima. Hut ab.

Eine Analyse des Heilpraktikerberufes

Psiram-Kommentar zum Thema Heilpraktiker

Dass HPs so groß im Geschäft sind, hat im Wesentlichen zwei Gründe:
Die Veränderung des Krankheitsbegriffes

Der allgemein gute Gesundheitsstatus einer modernen Gesellschaft bedingt, dass wir heute etwas als behandlungsbedürftige Erkrankung empfinden, was unsere Vorfahren, geplagt von üblen Infektionskrankheiten, Seuchen und hoher Kindersterblichkeit eher als unbedeutend abgetan hätten. Entsprechend sind die wirklich ernsten Erkrankungen unter der Gesamtzahl der behandelten Fälle stark zurückgegangen. So geht man davon aus, dass ca. 80% der Arzt/HP-Besuche Erkrankungen betreffen, die sowieso von selbst wieder verschwinden.

Eine solche Situation bringt natürlich alles, was es so an Quacksalberei gibt, zum Erblühen, da es in den meisten Fällen tatsächlich egal ist, was man tut.

Dass dies nicht aus der Luft gegriffen ist, kann man an zwei Phänomenen belegen:
HPs "behandeln" mit Vorliebe Erkrankungen, von denen bekannt ist, dass sie in Schüben verlaufen und/oder in den meisten Fällen sowieso remissieren, wie z.B. Neurodermitis, welche eine für HPs geradezu ideale Erkrankung darstellt: Hoher Leidensdruck, aber nicht lebensbedrohlich, in Schüben verlaufend und in der Regel "auswachsend". Hier können die HPs ihre hohe Kunst des Verknüpfens koinzidenter Ereignisse zur angeblichen Kausalität besonders gut ausspielen.
In keinem Land dieser Erde, in dem epidemische, ernsthafte Krankheiten verbreitet sind, können HPs Fuß fassen. In solchen Ländern ist die Überlegenheit moderner Medizin für jeden evident sichtbar. Also überall dort, wo man tatsächlich oft etwas wirksames tun muss und nicht nur so tun als ob.
Das Abrechnungswesen des Gesundheitssystems

Dieses treibt auch viele zum HP. Solange Ärzte mit einer lächerlichen Honorierung für Beratungsgespräche abgespeist werden, werden auch HPs Zulauf haben, bei denen sich der Kunde endlich aussprechen kann und sich mit seinen Ängsten ernst genommen fühlt. Das geht, weil HPs nicht nach Gebührenordnungen, sondern nach Zeit zu einem beliebigen Stundensatz abrechnen.

(Eine richtig fiese Maßnahme wäre, HPs in die ärztliche Gebührenordnung mit einzubeziehen. Sie wären sehr schnell nur noch kurz angebunden.)

Die HP-Regelung, ebenso die Ausnahmeregelung bzgl. des Wirksamkeitsnachweises für "Arzneimittel" der besonderen Therapierichtungen sind ein Anachronismus, eine Schande für eine angeblich aufgeklärte Gesellschaft.

Man muss HPs nicht persönlich angreifen (außer offensichtliche Pfuscher). Viele glauben an das, was sie tun und sind nicht in der Lage, die echten Ursachen für das zu sehen, was ihnen wie "Behandlungserfolg" vorkommt.

Die HP-Prüfung ist nach wie vor lächerlich: Man muss zwar ein paar Sachen lernen, geprüft wird aber lediglich, ob der HP eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit wäre. Der angehende HP muss zeigen, dass er bestimmte Infektionskrankheiten oder das Vorliegen einer akuten Situation erkennen kann. Das ist ungefähr so, als bekäme man einen Pilotenschein, wenn man weiß, wo man nicht hinfliegen darf und wie man einen Notruf absetzt, ohne Prüfung der Fähigkeit, ein Flugzeug überhaupt zu fliegen.
Überschätzungen eigener Fähigkeiten und die tödlichen Folgen

HPs müssen schwer kranke Patienten zum Arzt schicken. Einem Heilpraktiker, der diese Grenzen nicht erkennt bzw. nicht danach handelt, kann die Berufserlaubnis entzogen werden. Ein Heilpraktiker darf also das Unterlassen der Inanspruchnahme notwendiger ärztlicher Hilfe nicht veranlassen oder Patienten in der Nichtinanspruchnahme bestärken (VGH Baden-Württemberg, 02.10.2008 Aktenzeichen 9 S 1782/08 -). Er hat auch die Aufforderung zur Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe zu dokumentieren. Das Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatte angelegentlich einer schwerwiegenden Fehldiagnose im Jahr 2008 so entschieden.[4] Patienten dürfen nicht im Glauben gelassen werden, der Besuch beim HP ersetze eine ärztliche Behandlung, so der Richter. Ein HP hatte geklagt, nachdem er seine Zulassung verloren hatte. Er hatte einer seiner Patientinnen mit einer bioelektrischen Bioresonanzmethode untersucht. Mit dieser Art der Elektro-Akupunktur hatte er einen Krebstumor in ihrer Brust als vermeintlich gutartige Wucherung erklärt. An dieser Diagnose hielt er bis zuletzt fest. Auch als das Geschwür auf eine Größe von 24 Zentimeter Durchmesser angewachsen und aufgebrochen war und die Patientin bereits stark an Gewicht verloren hatte. Ein Arzt diagnostizierte dagegen einen bösartigen Tumor mit Tochtergeschwülsten. An dessen Folgen starb die Frau. Dem Mann sei die HP-Erlaubnis zu Recht entzogen worden, urteilte das Gericht. Sein Verhalten rechtfertige den Schluss, dass ihm die für die Berufsausübung erforderliche Zuverlässigkeit fehle und die Volksgesundheit gefährdet sei, wenn er die Heilkunde ausübe.[5]
Überprüfung von Heilpraktikern

Auf eine Beschwerde gegen einen Heilpraktiker, der die Germanische Neue Medizin nach Ryke Geerd Hamer praktiziert und deshalb eine Gefahr für seine Patienten darstellt, antwortete der Leiter eines Gesundheitsamtes wie folgt:

„Nach § 13 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst achten die Gesundheitsämter darauf, dass niemand unerlaubt die Heilkunde ausübt. Wie Sie selbst schreiben ist Herr ...... Heilpraktiker und besitzt somit die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung. Eine INHALTLICHE Überprüfung - auf die Ihr Artikel abzielt und die ich persönlich für mehr als wünschenswert halten würde - der Tätigkeit ist uns mangels Rechtsgrundlage verwehrt. Die einzigen mir bekannten Schranken stellen das Haftungsrecht (das Betroffene bei einer Schädigung selbst geltend machen müssten) oder das Strafrecht dar. Auch für den Heilpraktiker dürfte in Analogie die in knapp einem Jahrhundert für Ärzte entwickelte Rechtsprechung gelten, dass eine Heilbehandlung nur dann straffrei bleibt, wenn über sie aufgeklärt wurde, der Patient einwilligt UND die Behandlung nach den Regeln der ärztlichen bzw. dann Heilpraktiker-Kunst erfolgt. Was die Regeln der Heilpraktiker-Kunst darstellen und wer sie definiert müsste letztendlich im Einzelfall der Richter entscheiden. Da dies sehr problematisch ist und oft kein ‚öffentliches Interesse’ gesehen wird, sind die für Verfolgung von Straftaten zuständigen Staatsanwaltschaften meines Wissens eher zögerlich mit der Verfolgung, selbst wenn (was selten genug der Fall sein dürfte) eine Anzeige wegen Körperverletzung erfolgt. Persönlich würde ich die Möglichkeit der inhaltlichen Überprüfung der Tätigkeit von Heilpraktikern durch den Staat zwar begrüßen, eine rechtliche Grundlage ist mir jedoch nicht bekannt. ...... Wenn man der Meinung ist, dass der Staat therapeutische Beziehungen überwachen und in sie eingreifen können sollte, hilft nur eine Gesetzesänderung durch Überzeugung der Politik.“

Nach der gegenwärtigen Rechtslage muss also erst ein Schaden eintreten – ein Schaden an Leib oder Leben des Patienten – und der Geschädigte oder ein Hinterbliebener Strafanzeige erstatten oder zivilrechtlich klagen, bevor die Methoden eines Heilpraktikers überprüft werden können. An dieser Situation muss sich unbedingt etwas ändern.

Rechtslage Heilpraktiker - Rechtslage Privatarzt ?

@ Waldemar Z.

Danke für das Einstellen Ihres Beitrages.
An dieser Situation müsste sich in der Tat sehr viel ändern.
Es ist eine wahre Schande, dass selbst gegen Vertreter der Germanischen Neuen Medizin nichts unternommen werden kann -
solange kein gesundheitlicher Schaden beim Patienten durch die Behandlung vorliegt.

Zur GNM bei psiram.com:
http://psiram.com/ge/index.php/Germanische_Neue_Medizin

Und selbst wenn dieser nachweislich vorliegt, müssen der Geschädigte und/oder seine Angehörigen die Kraft, das Geld und den Mut aufbringen, einen ausgedehnten Rechtsstreit zu entfachen und ihn durchzuhalten.
Wer will und kann das schon auf sich nehmen - zumal als Einzelperson und ohne jegliche Lobby?

Mir stellt sich die Frage, wie die Rechtslage wäre, wenn es sich statt um einen Heilpraktiker um einen Privatarzt handeln würde?
In einem mir bekannten Fall hat ein Patient eine Einverständniserklärung zu einer "Aufbaukur" unterschrieben, in völliger Unkenntnis darüber, dass es sich um eine stationäre "Chelat-Therapie" handelte (was erst später auf der detaillierten privatärztlichen Honorarabrechnung ersichtlich war!).
Die gesundheitliche (und auch finanzielle) Schädigung war enorm; dennoch scheut sich der Patient bis heute, darüber auch nur zu sprechen - weil er eingeschüchtert und unter Druck gesetzt worden ist.
Ganz zu schweigen von der Bereitschaft, Anzeige wegen Körperverletzung zu erstatten ...

Zur "Chelat-Therapie":
http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/behandlung-nichtmedikamentoese-u...
http://psiram.com/ge/index.php/Chelattherapie

Das alles (als Beispiel) und noch viel mehr läuft unter "Alternativmedizin" bzw. "Alternative Therapie/Heilmethoden" - eine rechtliche GRAUZONE ... ?
Dürfen auch ÄRZTE auf diesen Zug mit aufspringen - deren Triebfeder nur die "Euro-Zeichen in den Augen" und nicht das Wohl/die Gesundheit des Patienten ist?

Ihren Ausführungen

über Heilpraktiker, werter Herr Zimmermann, kann ich nur voll zustimmen. Aber der Abschnitt des vorhergeneden Kommentars beginnend mit: "Ich dachte immer, wir leben im 21. Jahrhundert und sind aufgeklärt. (........) trotz christlichen Glaubens ......" widerspricht allem. Denn die Kirchen waren keine Aufklärer.

Wer denkt, dass ein mehrere hundert Jahre toter Mensch irgendwann als Heiliger Wunder tun kann, der darf auch an Hühnerfüße (Schamanen) und anderen Hokuspokus (Wunderheiler) glauben.

Glaube versetzt Berge. Jedem sei sein Glaube an Dinge oder Vorgänge unbenommen, ob er an Heilung durch Heilige oder Hühnerfüße glaubt, solange er anderen durch missionarischen Eifer nicht schadet.

Mooooment..

Ich stimme den Ausführungen, die Herr Zimmermann aus der psiram-Seite zitiert hat, zwar auch zu, aber die Herabsetzung eines Menschen als wehleidig, nur weil er noch den Kopf auf den Schultern hat, ist arrogant und verkennt die zeitgemäße Situation.

Psychische und psychosomatische Erkrankungen explodieren geradezu. Versuchen Sie mal, innerhalb eines Jahres einen Termin bei einem Psychotherapeuten zu bekommen!

Neuere Gebiete in der Medizin (Schulmedizin!!!) wie Psychoonkologie sind doch gar nicht denkbar, wenn nicht tatsächlich "Krankheit" vorläge in einem Moment, wo ich ganz subjektiv nicht mehr in der Lage bin, richtig zu "funktionieren".

Die mentale und psychische Alltagsbelastung ist doch heute eine völlig andere als vor 100 Jahren. Sollten das alles Weicheier sein, die heute in Schlangen bei Leuten wie dem Milleville anstehen und sogar aus der Schweiz anreisen?

Die Belastung der Ärzte bei schlechtem Honorarkatalog ist teilweise von den Ärzten hausgemacht. Man schützt seine Pfründe unter dem Deckmäntelchen der Qualität der medizinischen Versorgung. Und so lässt man allenfalls neue Curriculi wie VERAH zu, um auf allem den Daumen zu haben, gleichzeitig aber über die schlechte Bezahlung bei der anfallenden Arbeit zu jammern.

Die Wahrheit ist, dass die Ärzte sich bei 18 Euro pro Quartal und Patient die Wartezimmer mit Patienten vollknallen MÜSSEN, weil sie sonst nicht mehr über die Runden kommen, es sei denn, sie hätten einen relevanten Anteil an PKV-Patienten in ihrem Kundenstamm.

Für den Patient jedoch sind die Hintergründe des Zeitmangels der Ärzte irrelevant. Wer keine Zeit hat, sich dem Patienten in einer geeigneten und angemessenen Art und Umfang zuzuwenden, muss sich nicht wundern, wenn sich die Leute an Strohhalme klammern, die noch nicht einmal die schlechteste Wahl sein müssen, bevor man ganz ohne jeden Halt absäuft.

Was meinen Sie, was ich mir als Optiker den Tag über von den Leuten alles anhören muss und ich hab noch nicht einmal was davon außer manchmal schlaflose Nächte.

@ Filou

Ich habe bei diesem Passus nicht an "kirchliche Aufklärung" (im Sinne des Zeitalters der Aufklärung) gedacht, sondern mehr daran, daß, obwohl Christen doch nur an einen Gott glauben sollen und sonst an nichts, der Aberglaube trotzdem nicht ausgerottet wurde und heute, im 21. Jahrhundert trotz Kirche, immer weiter um sich greift. Ansonsten gebe ich Ihnen recht: Kirche und "Aufklärung" passt irgendwie nicht zusammen....

"Alternativmedizin" - Glaube beschert Gewinne - TV-Tipp

Passend zum Thema:
TV-Tipp: heute, 11.3.13, WDR, 22.00 Uhr:
"Sanfte Medizin und satte Gewinne"; Doku, Dtschl., 2013

Text zur Sendung in der TV-Beilage STERN, aktuelle Ausgabe:

"Immer mehr Patienten setzen auf TCM, Elektroakupunktur, Homöopathie oder Bachblüten (s. a. "Faszination Wissen", BR, 22.00 Uhr).
Sanfte Therapien sind gegebenenfalls wirkungslos, aber ein blühendes Geschäft.
Ein Blick hinter die Kulissen."

Anm.:
Ich persönlich denke, dass man TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) nicht in einem Atemzug mit Bachblüten und Co. nennen sollte.

Und:
Zu Bachblüten:
http://www.about-drinks.com/interview-vivatoo-naturgetrank-mit-bachbluten/
http://blog.gwup.net/2013/03/01/homoopathie-mit-schuss-das-bachblutenget...
(Man beachte hier den Kommentar ... :-) )

Genau darum geht es!

Ich persönlich denke, dass man TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) nicht in einem Atemzug mit Bachblüten und Co. nennen sollte.

Exakt das ist der Punkt, Beobachter! Leider wird jede Form alternativer oder komplementärer Therapie in einen Topf mit Schamanismus geworfen, den es zugegebenermaßen ja gibt. Aber es ist eben nicht alles Unfug, was nicht aus den Retorten der modernen Hexenmeister kommt.

Und dagegen muss ich mich einfach wehren, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Pauschalierung nicht zulässig ist.

Ich habe sogar oft das Gefühl, dass da von Pharmaaktienbesitzern und anderen einschlägig interessierten Kreisen eine gezielte Verunsicherung der Leute vorangetrieben wird, weil nicht sein kann, was nicht sein soll, derweil es nämlich dem Kurswert schaden könnte. Insofern werde ich auch die Sendung heute abend nur mit Vorbehalten ansehen.

Trotzdem: Danke für den Hinweis


Nicht, dass wir uns missverstehen ...

@ Morgan le Fay

Zur TCM gehört auch Akupunktur -
ein uraltes erprobtes Verfahren zur gezielten Schmerztherapie.
Schon vor Jahrzehnten wurde es z. B. auch erfolgreich in der Schmerz-Ambulanz einer Heidelberger Uni-Klinik angewandt.

Homöopathie, Bioresonanz u. ä. gehört in eine ganz andere Kategorie - denn wo nichts ist, kann auch nichts wirken.
Wobei wir wieder bei der "Glaubensfrage" wären ...

Zur Thematik gibt es viele interessante, informative Websites.

Z .B.:

http://scienceblogs.de/ (Bereich Medizin)
http://www.gwup.org/
http://psiram.com/ge/

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