Bruchsaler Schlagzeuger startklar für den Bundeswettbewerb

DruckversionPer e-Mail versenden
Harmonisches Zusammenspiel zwischen Badenern und Württembergern
Montag, 21. Mai 2012 - 13:57

Bruchsal (pa) Ein Satz des chinesischen Philosophen Konfuzius hätte Motto des Konzerts der Schlagzeug-Landessieger bei „Jugend musiziert“ sein können: „Die Pflege der Musik- das ist die Ausbildung der inneren Harmonie.“ Denn die beiden nächstens am Bundeswettbewerb teilnehmenden Ensembles bestehend aus Schülern der Musik- und Kunstschule Bruchsal (MuKS), der Jugendmusikschule Bretten und der Jugendmusikschule Wangen im Allgäu und sie haben nicht nur musikalisch hervorragend harmoniert, sondern sind auch ein Beispiel der inneren Harmonie des Landes Baden-Württemberg. Nur wenige Tage nach dem 60-jährigen Landesjubiläum spielten Jugendliche aus dem badischen und württembergischen Landesteil in gemischten Ensembles im Rimolini-Saal der MUKS Bruchsal: virtuos, harmonisch und erfolgreich – wie das Land selber…

Ihre Extraklasse bewies das Schlagzeug-Duo Aaron Händel (MuKS Bruchsal) und Johannes Ellwanger (JMS Wangen). Zu einer Probe, so berichtete ihr Lehrer Ulrich Dürr, mussten die Jugendlichen rund 250 km fahren – meist ins malerische Allgäu, wo unter der Leitung von Uwe Eichele, dem Fachbereichsleiter Schlagzeug in der JMS Wangen, am Auftritt bis ins kleinste Detail gefeilt wurde. Der Auftritt im Rimolini-Saal überzeugte die Zuhörer sowohl von der solistischen Stärke der beiden Interpreten als auch ihrer Fähigkeit im Zusammenspiel eine untrennbare harmonische Einheit zu bilden.

Das Landessieger-Sextett bestehend aus Schülerinnen und Schülern der MuKS Bruchsal und der JMS Bretten – übrigens auch hier konzertierten Vertreter beider Landesteile – beeindruckte vor allem durch die präzise Abstimmung innerhalb des Ensembles – nicht vom Metronom diktiert, sondern vom Pulsschlag der Musik: Carsten Csiky, Marcel Hofheinz, Anna Jurgan, Marius Kroh, Daniel Löffler und Eileen Rapport wechselten gekonnt zwischen Drum-Sets, Marimbaphon und Vibraphon und bewiesen durch ihr Spiel die rhythmische – und melodische! – Bandbreite eines Schlagzeug-Sextetts. Auch dieses Ensemble aus verschiedenen schwäbischen und badischen Orten mussten erst einmal zu einander finden – geografisch und musikalisch. Die jungen Schlagzeuger der Klasse Ulrich Dürr hatten dabei in Andreas Rapport einen exzellenten fachkundigen und einfühlsamen Ko-Repetitor, der es verstand den Jugendlichen auch Selbstvertrauen zu geben.

Am Pfingstsonntag treten sowohl das Duo als auch das Sextett in Stuttgart zum Bundeswettbewerb an. Ulrich Dürr betont, dass auch hier der olympische Gedanke – das Dabeisein – schon ein Sieg sei; auch wenn Musik nicht mit sportlichen Maßstäben gemessen werden kann. Jetzt gilt es wieder Daumen drücken, damit die Tagesform der Baden-Württemberger auch beim Bundeswettbewerb in Topform ist und sie auch das Quäntchen Glück haben, welches auch der Tüchtige braucht.

Dürr

Baden-württembergische Musikschul-Wertarbeit lieferte das Duo Aaron Händel aus dem badischen Bruchsal und Johannes Ellwanger aus dem württembergischen Wangen (hier mit ihren Lehrern Uwe Eichele links und Ulrich Dürr rechts im Bild) und überzeugte als Sieger des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ auch beim Konzert im Rimolini-Saal der Musik- und Kunstschule Bruchsal. Foto: mcs

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen