Bruchsaler Feuerwehrmann qualifizierte sich für die Europameisterschaft

DruckversionPer e-Mail versenden
der Firefighter Combat Challenge in der Hauptstadt
Donnerstag, 12. September 2013 - 16:52

Berlin (tcz). Zwei Feuerwehrmänner der Bruchsaler Feuerwehr nahmen bei der diesjährigen Firefighter Combat Challenge in Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof teil. Für die beiden Feuerwehrmänner war dies der zweite Wettkampf dieser Art, bei dem man seine körperliche Fitness mit anderen Feuerwehrangehörigen aus dem In- und Ausland messen konnte.

Die Firefighter Combat Challenge ist ein Wettkampf, der außer dem puren Sport noch eine Absicht verfolgt: Es geht darum, einen der härtesten Jobs besser, schneller und sicherer zu machen.“ Zitat: Dr. Paul O. Davis.

Hintergrund-Informationen zu diesem Wettbewerb:

Die Firefighter Combat Challenge ist ein Wettkampf aus den USA, der an Power und Action nicht zu überbieten ist.

Bei der Firefighter Combat Challenge wird ein Einsatz simuliert. Ganz vom Anfang eines Einsatzes, bei dem der Schlauch zur Einsatzstelle getragen wird, bis zum Schluss, einer Menschenrettung. Dabei ist die gesamte feuerwehrtechnische Einsatzkleidung mit angeschlossenem Pressluftatmer zu tragen. Das sind mehr als 30 kg nur Ausrüstung! Der gesamte Wettkampf wird an einem Stück absolviert, ohne Pause.

Nicht umsonst wird der Wettkampf „The Toughest Two Minutes in Sport’s“ genannt.

Als erstes muss ein ca. 19 kg schweres Schlauchpaket einen 12 Meter hohen Turm hoch getragen werden und in eine dafür vorgesehene Box abgelegt werden. Dann muss ein ca. 19 kg schwerer, an einer Feuerwehrleine eingebundener Schlauch hochgezogen werden und ebenfalls in diese Box abgelegt werden. Anschließend geht es die Treppen wieder nach unten. Dort muss mit einem Vorschlaghammer ein ca. 72,5 kg schweres Gewicht um 1,50 m mit kurzen, gezielten Schlägen verschoben werden.

Als nächstes muss eine ca. 42,5 m lange Slalomstrecke absolviert werden. Am Ende dieser Strecke muss ein mit Wasser gefüllter Schnellangriff 23 m ausgezogen werden, um damit ein Ziel mit einem gezielten Wasserstrahl zu treffen. Wenn das Ziel getroffen wurde, wird der Schlauch abgelegt und es muss ein ca. 80 kg schwerer Dummy über eine Strecke von 30 m bis über die Ziellinie transportiert werden.

Zunächst traten die beiden Bruchsaler Benjamin Aulich und Thomas Heinold im Tandem an und konnten eine Zeit von 2:56 erreichen. Im Tandem werden die fünf Stationen auf die beiden Läufer aufgeteilt. Im Anschluss traten die beidem im Einzel an. Hier musste jeder alle Disziplinen in einer möglichst kurzen Zeit bewältigen. Die Einzel waren mit angeschlossenem Atemschutzgerät zu bewältigen.

Benjamin Aulich konnte den Wettkampf mit einer Zeit von 3:48 bewältigen und Thomas Heinold gelang es, mit einer Zeit von 2:32 sich für die Europameisterschaft am Sonntag den 08. September 2013 in Berlin zu qualifizieren.

Zusätzlich startete Thomas Heinold noch in einer Staffel zusammen mit den Kollegen aus Königswinter. Hieran sieht man, dass man sich untereinander jederzeit aushilft und Teamgeist beweist.

Am Sonntag bei der Europameisterschaft konnten sich die besten 60 Teilnehmer aus Europa messen. Thomas Heinold gelang es seine Zeit um 7 Sekunden zu verbessern auf eine persönliche Bestzeit von 2:25. Mit dieser Zeit wurde er 5. in seiner Altersklasse und 49. in der Gesamtwertung von Europa.

Die beiden Feuerwehrwettkämpfer haben nun das zweite Mal erst an so einem Wettkampf teilgenommen und können absolut mit ihrer Leistung zufrieden sein. Jetzt heißt es wieder weiter hart zu trainieren für die nächste Herausforderung.


 

Bericht und Bilder:

Tibor Czemmel Pressesprecher der Feuerwehr Bruchsal

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3 (3 Bewertungen)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen