Bruchsal kommt ganz groß in der überregionalen Presse raus -

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und das ganz ohne Spargel - dafür im Spiegel!
Montag, 9. Juni 2014 - 14:44

Der SPIEGEL vom 7. Juni 2014 fand eine Werbeanzeige der Bruchsaler Gastwirtschaft "Am letzten Brunnen" in der Rubrik "Hohlspiegel" des Abdruckens wert. Nicht nur der zweite Satz in seiner doch recht offensichtlichen Fählerhaftigkeit, auch der erste Satz lässt einen Linguisten zumindest leicht erschüttern lassen.

am letzten Brunnen
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.6 (10 Bewertungen)

Kommentare

Fehler unerklärlich

Solche Fehler sind mir unerklärlich.

Werbung kostet richtig viel Geld. Üblicherweise erhält man einen Korrekturabzug des Verlages, aber anscheinend hatte niemand (mit anständigen Deutschkenntnissen) die Anzeige redigiert.

Noch eine Stilblüte

...aus der aktuellen Website des "Brunnens":

Ab 10 Personen bietet die Küche des „Brunnens“

 

Essen wie Zuhause ohne Aufspülen

 

an. Hierfür benötigen wir 2 Tage zuvor Ihre Anmeldung.

 

Köstlich! Wenn man also nur zu viert ist, wird man nach dem Essen zum Auf- und Abspülen in die Küche gebeten?

(Sorry Herr Wolf, das musste hier noch gesagt werden)

Noch eine Stilblüte

...aus der aktuellen Website des "Brunnens":

Ab 10 Personen bietet die Küche des „Brunnens“

 

Essen wie Zuhause ohne Aufspülen

 

an. Hierfür benötigen wir 2 Tage zuvor Ihre Anmeldung.

 

Köstlich! Wenn man also nur zu viert ist, wird man nach dem Essen zum Auf- und Abspülen in die Küche gebeten?

(Sorry Herr Wolf, das musste hier noch gesagt werden)

Na, dann sagen Sie mir,

wie bekommen Sie diese Werbung kostenlos in ein überregionales Blatt wie den Spiegel? Man kann auch um-die-Ecke denken :-)

Aber auch regional bleibt dem Leser die Anzeige aufgrund des Fehlers besser im Gedächnis, als ohne diese Fehler. Wenn der geneigte Leser dies überhaupt bemerkt, bekannlich lesen wir ja das, was wir lesen wollen und nicht unbedingt das, was gedruckt steht. Von der kostenlosen Werbung in Bruchsal.org gar nicht zu sprechen.

Was sich Linguisten dabei denken, mag zweitrangig sein, denn in einem Lokal kommt es wohl weniger auf lingua (Sprache) sondern mehr mehr auf lingua an, denn dort liegen die Geschmacksknospen. Dazu noch eine gute Nase => perfekt.

Wie gut übrigens die Werbung funktioniert zeigt sich daran, dass Sie, lieber le Fay, sofort die Webseite des Loals aufgesucht haben und auch noch 2x die Spültechnik des Lokals gepostet haben ;-)

250-jährige Tradition?

Werner Greder schreibt, dass der Wirtschaftsname "Zum letzten Brunnen" erstmals 1926 erwähnt wurde. Bis Ende des 18. Jahrhundert (1798?) war in diesem Gebäude die Herberge "Zum Engel" ansässig, deren Wirtshausschild später auf das Anwesen des späteren "Engel" an der Großen Brücke transferiert wurde. Vor 250 Jahren, also 1764, gab es auch den "Engel" wohl nicht mehr, wahrscheinlich wurde das Wirtshausschild wegen Ablaufen der Konzession zuvor eingezogen. Erst am 3. September 1798 erhielt das Gasthaus "Zum Engel" erneut das Schildrecht.

Hohlspiegel

@Filou

Diese Anzeige wurde nicht im Spiegel veröffentlicht, sondern nur im Spiegel auf der meist vorletzten Seite ("Hohlspiegel") erwähnt, da sie humoristische Züge aufweist.

Dass ich die Seite des Brunnens, in dem ich öfter mal eine Pizza "verhaftet" habe, besucht habe, hat lediglich damit zu tun, dass ich erfahren habe, dass dort leider zum wiederholten Male ein neuer Wirt sein Glück versucht.

Ich gebe ihm 2 Jahre. Nicht, weil ich Abspülen muss, wenn ich mit meiner Frau zum Essen hingehe, sondern weil man in Bruchsal mit einer derartigen Speisenkarte und in Konkurrenz zum Belvedere und dem Ritter nichts werden kann.

Dafür, dass die Werbung

wohl selbst gemacht wurde.....genial.
Diese Ressonanz ist vorbildlich....Ich erinnere nur an den gewollten Verfremdungseffekt hochdotierter Werbeunternehmen (zB. "Das König der Biere !".
Wer übrigens nicht nur Pizza verhaftet, merkt schnell, das Das Belvedere zurückgehende Qualität bietet und der Ritter (Brasserie) im Preis-Leistungsverhältnis daneben liegt.

"G´schmacksach´" sagte der Aff´ und fraß die Kernseif´

Wer übrigens nicht nur Pizza verhaftet, merkt schnell, das Das Belvedere zurückgehende Qualität bietet...

Das finde ich auch

...und der Ritter (Brasserie) im Preis-Leistungsverhältnis daneben liegt.

Das finde ich gar nicht! 

Übrigens liebe ich die italienische Küche, esse aber gerade deshalb keineswegs nur Pizze.

Leider gibt es hier in der Umgebung außer ein paar "Italienern", die mehr vorgeben als sie sind und in der Küche können, keine Möglichkeit, wirklich italienisch essen zu gehen. Man gibt sich ambitioniert und das merkt man auch im Preis, der in keinem Verhältnis zur Ware steht, die aus der Küche kommt und wie ich es aus der Toskana kenne.

Haben Sie schon mal irgendwo eine wirklich gute Minestrone gegessen? Oder Saltimbocca oder Carpaccio, das auf der Zunge zergeht? Es müssen ja keine Alba-Trüffel sein, aber als passionierter Fischliebhaber erwarte ich z.B., dass eine Dorade beim Italiener mindestens so gut schmeckt wie beim Griechen auf dem Michaelsberg, wenn man fast den doppelten Preis dres Griechen dafür verlangen möchte.

Aber mehr als Ambitionen (und Arroganz) hat man mir bisher nicht geboten. Der Brunnen war da eine sehr angenehme und löbliche Ausnahme und er war, wann immer wir dort waren, auch gut besucht.

Man schaue...

Man schaue einfach mal in das Impressum der Seite vom "letzten Brunnen"...

Mach dann das Gleiche beim Impressum des "Herz'l"...

Und erinnere sich an Rosin's Restaurant, wenn man dem "Wirt" begegnet...


Rosins Kampf mit Mutter Anneliese

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