Bruchsal, eine essbare Stadt?

DruckversionPer e-Mail versenden
(Erstveröffentlichung am 26. April 2013)
Dienstag, 15. Juli 2014 - 19:13

Notzeiten

Wer kurz nach dem Krieg in Bruchsal oder einer anderen Stadt aufgewachsen ist, kann sich vielleicht noch an die gemeinschaftlichen Gemüsegärten in öffentlichen Grünflächen erinnern. So soll beispielsweise nach dem 2. Weltkrieg auch der Schlossgarten zeitweise zu einem großen Gemüsebeet verwandelt worden sein. Bis in die späten 60er, frühen 70er Jahre waren kleine Gemüsebeete hinter den Ein- oder Mehrfamilienhäuschen in Bruchsal eher die Regel als die Ausnahme, manchmal gerne auch noch ergänzt um einen kleinen Stall für „de Has“, der eher ein hellbraunes oder schwarz-weiß geschecktes Stallkaninchen war und einem kleinen Gehege „for de Hiener“ - ein paar „Hiener“ und ein „Goggler“ als Wecker-Ersatz. Mädchen und Jungs mussten nicht selten nach der Schule ausrücken, um beispielsweise an Bahnböschungen Löwenzahn (auch: Pusteblume oder Bettschisser genannt) „for de Viecher“ zu sammeln.

Gottseidank sind diese Notzeiten vorbei. Der gesittete Bruchsaler kauft sein Gemüse im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt – letzteres zumindest, wenn die Sonne scheint.

Schrebergärten

Seit es Städte gibt wird urbaner Gartenbau betrieben, die meist kleinräumige, landwirtschaftliche Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld. Bekannt sind in hierfür Deutschland die Schrebergärten, die in den 1860er Jahren als Schreberplätze entstanden und zunächst innerstädtische Spielwiesen für Kinder waren. Im Jahre 1865 feierte man die Einweihung des ersten „Schreberplatzes“ am Johannapark in Leipzig, einer Spielwiese, auf der Kinder von Fabrikarbeitern unter Betreuung eines Pädagogen spielen und turnen konnten. Bis hierhin hat der Schreberplatz nichts mit Gärten zu tun. Wenig später wurden die Spielwiesen um Gärten erweitert als weitere Beschäftigungsmöglichkeit für die Kinder. Nach und nach entwickelten sich die Gärten rasch zum Erholungsort der Eltern bzw. der ganzen Familie. Aus den „Kinderbeeten“ am Rand des Schreberplatzes wurden „Familienbeete“, die man später parzellierte und umzäunte.

Ab jetzt nannte man sie „Schrebergärten“. Heute kennt man die Schrebergärten auch unter dem Begriff Kleingartenanlage. Vielerorts in Europa wurde vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Gelände ausgewiesen, um der Bevölkerung eine bessere Ernährung zu ermöglichen.

Kleingartenbewegung in Bruchsal

Nur fünfzehn Jahre nach der Einweihung des ersten Schreberplatzes am Johannapark in Leipziger, also im Jahre 1879, schlossen sich 80 Bruchsaler zusammen und gründeten den „Gartenbauverein Bruchsal“. Damit ist der heutige „Obst- und Gartenbauverein 1879 e.V. Bruchsal“ der achtälteste „Obst und Gartenbauverein“ in Deutschland. 1953 legte der Verein auf dem von der Stadt im Gewann Stegwiesen gepachteten Gelände eine Gartenanlage mit 30 Kleingärten an, die von den Unterpächtern durchweg als Erwerbsgärten genutzt wurden. Schon 1956 wurde die Anlage auf 89 Kleingärten erweitert. Wegen der weiterhin großen Nachfrage nach Kleingärten wurde zwischen 1953 und 1956 die Anlage Hanfröste mit 77 Kleingärten angelegt, 1964 kam noch die Anlage Bauwiesen mit 43 Kleingärten hinzu. 1968 konnten in der Anlage Stegwiesen weitere 16 Kleingärten angelegt werden.

Hippies und Guerilla Gardening

Mittlerweile ist eine Bewegung über den Ozean zu uns herüber geschwappt, das sog. Urban Gardening, das zumeist mit New York in Verbindung gebracht wird, was jedoch nicht ganz richtig ist. In New York und anderen westlichen Metropolen entwickelte sich in den 1970er Jahren eine Vorform des sog. Guerilla Gardenings, die das wilde Grün der Städte propagierte. Ursprünglich wurde die heimliche Aussaat von Pflanzen als subtiles Mittel politischen Protests und des zivilen Ungehorsams im öffentlichen Raum bezeichnet, vorrangig in Großstädten oder auf öffentlichen Grünflächen Aus der Protestbewegung des Guerilla Gardenings bildete sich dann das Urban Gardening heraus, das wie folgt in einer Fachzeitschrift aus dem Jahr 2005 beschrieben wird:

Während die Hippie-Generation der 1960er und 1970er Jahre eher von abgelegenen, autarken Landkommunen träumte, wo das Brot aus selbst angebautem Getreide gebacken und Pullover mit der Wolle hauseigener Schafe gestrickt werden sollten, sehen Guerilla-Gärtner ihren ureigenen Lebensraum in den Hochhausschluchten oder Industriegebieten der Metropolen. Auf Grünstreifen zwischen mehrspurigen Straßen pflanzen sie Kohlköpfe und Möhren an. Auf Abrissgrundstücken lassen sie in alten Autoreifen Kartoffeln oder Tomaten gedeihen.“

Manhattan, Juni 2009

Ein spektakuläres Beispiel für Grün in der Stadt ist der High Line Park im Westen Manhattans. Eine über 2,33 Kilometer lange Hochbahntrasse wurde seit 2006 zu einer Parkanlage umgebaut, der erste Abschnitt wurde im Juni 2009 der Öffentlichkeit übergeben.

 

Aus all diesen Bestrebungen, Grün in die Stadt zu bringen, die hier nur skizzenhaft aufgezählt werden können, entstand mittlerweile eine neue Bewegung, die „Essbare Stadt“.

Die „essbare Stadt“ - Beispiel Andernach

Vorreiter dieser Bewegung in Deutschland ist wohl Andernach am Rhein, ein Städtchen mit 30.000 Einwohnern zwischen Koblenz und Bonn. In Andernach setzte man allerdings nicht aufs „Guerilla Gardening“ sondern suchte den Dialog mit der Stadtverwaltung.

Doch wie überall, wo etwas neue gedacht oder erdacht wird, regte sich zunächst auch in Andernach Skepsis. Die Politiker konnten sich nur schwer mit dieser neuen Idee anfreunden. Keine hübschen Blumeninseln mehr, keine Tulpen und Zwergröschen? Dafür Schnittlauch, Rhabarber und Saubohnen?

Doch diese Zweifel sind mittlerweile vielfach nahezu einer Euphorie gewichen. Gerade die Skeptiker reden mittlerweile gerne über "ihre" grüne Stadt Andernach, und die Bürgergärten. Die Förderung und Unterstützung der essbaren Stadt durch die Stadtverwaltung ist in Andernach mittlerweile mehr als eine Selbstverständlichkeit, vielleicht sogar eine Herzensangelegenheit.

Die Stadt fördert aktiv die kontrollierte, biologische Landwirtschaft in der Stadt. Sogenannte „Bürgerarbeiter“, die zuvor lange auf der Suche nach einer Arbeit waren, bekommen professionelle Hilfe zur Seite gestellt. Gemeinsam mit den Gärtner-Profis verwandeln die Bürgerarbeiter Andernach zur „essbaren Stadt“, wo sich die Menschen „einmal quer durch die Stadt naschen können.“

Mittlerweile wurden rund 10.000 Quadratmeter der städtischen Grünflächen mit Obst und Gemüse bepflanzt, doch bei diesen 10.000 Quadratmetern soll es nicht bleiben. Überall in der Stadt sollen „Nasch-Ecken“ entstehen, wo man sich trifft, gemeinsam gärtnert, redet und – erntet.

Das Konzept der „Bürgergärten“, wie diese Idee auch genannt wird, soll die Stadt ökologisch aufwerten und das direkte Wohnumfeld zum Lebensmittelpunkt der Menschen machen. Daher achten die Gärtner-Profis auf ein harmonisches Miteinander aus Ess- und Blühpflanzen, denn die Ästhetik soll nicht fehlen, das Auge des Betrachters soll sich an den Pflanzen erfreuen. Doch was sind Pflanzen ohne Insekten, die für die Bestäubung sorgen? So wird nicht nur die Artenvielfalt gefördert durch „Insektenhotels“, kleine Holzkästen mit dem Aufdruck „Zimmer frei“, die an vielen Plätzen der Stadt hängen.

Initiative Waldkirch

Hier im Badischen hat sich vor wenigen Tagen eine neue Bürgerinitiative „Essbare Stadt Waldkirch“ gegründet. Auch diese Bürgerinitiative strebt an, dass Brachen und Grünflächen der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, damit dort Blumen und Nutzpflanzen angebaut und geerntet werden können. Unterstützt wird die Bürgerinitiative „Essbare Stadt Waldkirch“ von einer örtlichen Kirchengemeinde und dem Bund für Umwelt und Naturschutz – der Oberbürgermeister sagte zu, den Vorschlag zu prüfen.

Lebenszufriedenheit dank Natur

Wissenschaftler der University of Exeter haben in einer der größten Studie, an der 10.000 Teilnehmer in 5.000 Haushalten mitwirkten, endgültig geklärt, wie sehr Großstadtbewohner von Grünflächen profitieren. Das Ergebnis dieser repräsentativen Langzeitstudie ist, dass eine grüne Umgebung mit weniger psychischen Beschwerden und einer größeren Lebenszufriedenheit einhergeht, selbst wenn man Einflussfaktoren wie sozioökonomischen Status und Wohnverhältnisse berücksichtigt. Den Forschern zufolge wirkt viel Natur in der Nachbarschaft ungefähr zu einem Drittel so stark wie die Tatsache, verheiratet zu sein.

Der Leiter der Forschungsgruppe Stadtlandschaft & Gesundheit der Universität Bielefeld, Thomas Claßen, betonte in einem Interview, dass Untersuchungen zeigten, dass mehr Grün Menschen gesünder mache, mehr grün wirke in erster Linie auf die Psyche. Grün senke den Blutdruck und mindere das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen, übrigens völlig unabhängig vom sozioökonomischen Status der Probanden. So belegte eine Studie die schnellere Genesung von Krankenhauspatienten, wenn diese nicht auf Mauern, sondern auf Bäume schauen.

Essbare Stadt Bruchsal? Möglichkeiten und Ideen in Fotos:

Friedrichsplatz

Viel Beton am Friedrichsplatz

Friedrichsplatz

Attraktiv mit Kräutern bepflanzte Baumscheibe

Kaiserstraße

Betonplatten und unansehnliche Flickarbeiten.

Kaiserstraße

Gurken und Tomaten zum Selbstpflücken

Ihle

Babette-Ihle-Platz heute

Ihle

Kräuter und Blümchen zum Selbstpflücken

Pavillon

Trister Anblick für Besucher unserer Stadt, die mit dem Auto kommen.

Pavillon

Freundliches Grün empfängt die Stadtbesucher

Bürgerpark

Langweilige, pflegeintensive Grünfläche im Bürgerpark

Bürgerpark

Romantisch angelegtes Bürgergärtchen

Henne

Grüne Brache wird aufgehübscht durch ...

Henne

en Goggler un viele Hiener (der Goggler ist im Stall :-) ).

Arbeitskreis Stadtgrün in der AGNUS

Bis in die späten 1970er / frühen 1990er Jahre existierte in Bruchsal innerhalb der AGNUS eine Arbeitsgruppe „Stadtgrün“. Diese Arbeitsgruppe sah sich damals als Ableger des „Guerilla Gardening“ und vertrat das Ziel einer lebenswerten Umwelt. Vielleicht könnte sich diese Arbeitsgruppe wieder zusammen finden und die Idee, auch aus Bruchsal eine "essbare Stadt" zu machen, zu forcieren? Bruchsal hätte mehr innerstädtisches Grün verdient.

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.1 (17 Bewertungen)

Kommentare

Wie lang leewe der Goggler un sei Hiener?

Den Hühnern im Stadtpark gebe ich keinen Monat, dann sind sie geklaut und verdaut.

Ansonsten: Volle Zustimmung und danke für die schönen Fotomontagen.

Nur müsste das städtische Grün auch gepflegt werden (was ja Geld kostet und einen verantwortungsvollen Umgang verlangt) und ich fürchte, dem Pavillon-Wirt dürfte sein umgebendes Grün sehr bald buchstäblich zum Himmel stinken, weil es unverbesserliche Zeitgenossen gibt, die die Hecke für ihre Hinterlassenschaften nutzen.

Nachtrag: Mir fällt gerade eine Lösung für die Hühner ein. Wir manipulieren einfach ihre Gene, so dass sie wie diese Schafe nachts leuchten. Bei entsprechender Anzahl spart man sich vielleicht sogar die Ausleuchtung des Parks. :-))

Scherzkeks!!! Die Stadt

Scherzkeks!!!

Die Stadt Bruchsal (unter anderen...) tut alles, damit alles Grüne sobald wie möglich abgeholzt, abgeschlagen, vorzeitig gemäht, gerupft und gefleddert wird. Man kann keine Minute mehr unterwegs sein, ohne die "pflegenden" Kolonnen des Bauhofes am Entgrünen bewundern zu können.

Laubbläser und -sauger tun ein übriges. Traurig und selten dämlich.

Zu erwarten ist nichts, da auch in der Bevölkerung der Hang zum Steingarten, bestenfalls Rindenmulchgarten, zum Schneiden, Abzwicken, Fällen, Auf- und Ausräumen inzwischen zum Standard gehört.

Ja kein Laub rechen oder im Herbst vom Gehweg kehren müssen! Strengt ja an! Auf diversen Hälmchen könnte eine Zecke sitzen! Todesgefahr, weg mit dem Grünzeug!

Zum Hundekot: Das ist in der Tat zu viel des Guten. Aber noch schlimmer ist ja wohl der ganze Müll der Menschen!!! Der wird einfach von Bauhofseite gründlich mit durchgemäht und damit noch kleiner verteilt. Klasse.
Hemdsärmelig ausgedrückt: Kacke vergeht, Menschenmüll besteht. Die Krönung der Schöpfung, der Mensch setzt noch einen drauf: Kacke in Plastiktüte, die dann in Kombination an der nächsten Ecke in die Landschaft entsorgt.

Ansonsten: Je grüner, desto besser. Man könnte mit so wenigen Mitteln so viel erreichen. Richtige Büsche müssen nicht ständig "gepflegt", sondern nur gelegentlich geschnitten werden. Unterholz ist wichtig. Man darf ruhig auch mal etwas wachsen lassen. Das ging in allen Zeiten so, nur jetzt nicht mehr. Komisch.

Von Biodiversität wird geredet, getan wird nichts!

Zum Rupsen am Bahndamm: Da steht seit Jahren nichts, aber auch gar nichts mehr. Was wächst wäre Gras, Löwenzahn & Co. Vergiftet, weil ja die Gleise grasfrei gehalten werden müssen. Chemisch. Klar. Ist aber kein Thema. Zeitgeist. Wenn schon der pflichtbewusste Pürger im Vorgarten seinen Gänseblümchen mit dem Gifteimer auf den Leib rückt.

Ich wünsche Ihnen Erfolg mit Ihren Anregungen. Würde mich freuen. Allein - ich glaube nicht dran.

Grünes Bruchsal - leider ohne Baumschutzsatzung

Bruchsal ist eine der wenigen Städte, die noch keine Baumschutzordnung haben. Karlsruhe ist da schon deutlich weiter (...).

Gerade in prosperierenden Bereichen wie der Großraum Karlsruhe ist es sinnvoll, dass wertvolle Bäume und Baumbestände nicht ungeprüft und kommentarlos der Säge anheimfallen dürfen, wie zum Beispiel der stadtbildprägende Baum (Platane??) in der Hildastraße in Sichtweite zum Bahnhof. Dieser Baum fiel einem Neubaugedanken zum Opfer, nicht einmal einem Neubau. An Stelle des Lebensraums Baum ist jetzt eine städtebauliche Leerstelle. Peinlich.

N.S.

Ich habe schon mehrfach eine Baumschutzsatzung angeregt -  bin aber nicht auf ein besonderes Interesse gestoßen.

Da sind andere Städte, wie zum Beispiel Karlsruhe schon weiter. Bruchsal liegt in einem prosperierendem Wirtschaftswachstumsbereich und  sollte deshalb Sorge tragen, dass Bäume nicht ohne weiteres abgeholzt werden dürfen, wie zum Beispiel der stadtbildprägende Baum (Platane??) in der Hildastrasse Nähe Bahnhof, der einem Neubaugedanken, nicht jedoch einem tatsächlichen Neubau wich. An der Stelle ist jetzt kein Baum und damit Lebensraum, sondern Leere.

Habe das ich schon mehrfach angesprochen - es interessiert leider niemanden.

Stumpfe Waffe

Lieber Herr Schmitt, es mag ja sein, dass eine Baumschutzsatzung oder -verordnung oder sonstwas sich auf der Tagesordnung des Gemeinderates gut ausmachen und einigen Räten Gelegenheit zu erhebenden Ausführungen geben würde - allein, damit wäre im Gegensatz nichts bewirkt und es würde sich auch nichts ändern.
Denn - DIE Bruchsaler, an die ich hier denke, die alten Brusler, die typischen Grundstücks- und Häuslesbesitzer würden auf diese neue Vorschrift pfeifen, wie sie das heute schon mit bestehenden Schutzvorschriften machen. Und zwar täglich.
Es gab und gibt in BW Vorschriften zum Schutze von Bäumen und Hecken, die in Bruchsal jedoch offensichtlich kaum Jemanden interessieren - schon gar nicht die Stadtverwaltung, die in der freien Gemarkung alles Mögliche und Unmögliche geschehen lässt - oder gar die Polizei, die ihre - bei gutem Wetter - so beliebten "Umweltstreifen" zur Erholung nutzt oder dazu, Hundehalter zum strikten Anleinen von Hunden aufzufordern - gleichgültig, wo diese angetroffen werden.
Eine Baumschutzsatzung wäre eine weitere Vorschrift, die ein paar Dumme beachten und einige Mitarbeiter ab und zu am Schreibtisch beschäftigen würde - sonst nichts.
Es gibt so viele Vorschriften zum Schutze der Natur - machen Sie sich mal kundig, und fragen Sie, vielleicht in der nächsten Super-Kurz-Sitzung des Gemeinderates (Sie sind ja nicht unbedingter Fußballfan), ob die Verwaltung das überhaupt weiß und warum sie nichts gegen die ständigen Verstöße unternimmt. Und dann sehen wir weiter.

Warum?

Habe das ich schon mehrfach angesprochen - es interessiert leider niemanden.

Doch! Uns!

Wir wollen verstärkt in kommunalpolitische Themen einsteigen. Wie sieht denn die Begründung für "kein Interesse" aus?

Leider bin ich berufstätig und in Bruchsal Einzelkämpfer, so dass ich mich nicht persönlich an jeden Baum ketten kann. Deshalb versuche ich Überzeugungsarbeit in den Blogs und Foren zu leisten.

Baum-Zensus in Pune

Da haben uns zumindest Großstädte sogar in so manchem Schwellenland etwas voraus. Man hat die Bedeutung von Grün im urbanen Umfeld erkannt und betreibt aktive Pflege auch in dem Sinne, dass man in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür schafft und fördert. In Pune (Indien) etwa werden in einem ersten Schritt sämtliche Bäume mit Bild, Beschreibung von Größe, Zustand und genauem Standort erfasst. Was sich zunächst wie eine Sisyphusarbeit anhört, wird durch entsprechende Software und eine App für das auch in Indien allgegenwärtige Smartphone oder Tablet zur Angelegenheit jedes einzelnen Bürgers und nutzen das Prinzip des Crowdsourcing. Ein Foto mit Geotag (also der GPS-Verortung) und Angaben zum jeweiligen Baum wird abgeschickt und ist dann zentral verfügbar. Mit der Summe dieser Daten lassen sich dann weitere Schritte wie Kontrolle des Zustands, Pflege, Schutz vor unerlaubter Abholzung etc. planen und durchführen.

Für Weingarten hat man ja nun

Für Weingarten hat man ja nun ein fast schon wissenschaftliches Vorgehen im Auge, wonach alle Bäume (wie in Indien) ebenfalls erfasst und in ihrer Vita begleitet werden sollen. Stand neulich in der Zeitung. Mir kommen die Tränen bei so viel Fürsorge! Dann soll natürlich rechtzeitig geschnitten und weggenommen und gefällt werden.

Könnte ja ein Ästchen auf einen Menschen fallen. Und wenn es auch nur eeeeein Menschenleben - schulterklopf - sie wissen schon. Gähn.

Auch hier wird abgeholzt werden und nicht bewahrt. Die Programme werden die Ausreden und Ausflüchte und fadenscheinigen Begründungen zum Fällen etc. liefern, nichts anderes.

Bäume gibt es nur noch bis zur Unkenntlichkeit geschnitten, vergewaltigt, der Krone beraubt, in jedem Ort. Unwidersprochen!!! Keiner meckert!!!

Auch die Mitarbeiter vom Baubetriebshof machen sich - während der Brutzeit!!! - weiterhin an Hecken etc. zu schaffen. Interessant, wenn man bisschen die Augen offenhält, wie viele der Fahrzeuge man voll mit Grünzeug und Astschnitt Richtung Grüngutsammelplatz fahren sieht!

In Herbst und Winter und Frühjahr werden schonungslos alle Beete mit dem Laubsauger geputzt. Über Igel müssen wir uns nicht unterhalten. Es liegen schon nicht mal mehr überfahrene Exemplare herum. Das wäre auch geschafft. Uff.

In einigen Städten, so geisterte es durchs WWW, hier in D wohlgemerkt, werden wieder Rattengiftköder ausgelegt. Vorbeugend, eine Plage gäbe es nicht. Und natürlich rein prophylaktisch werden auch "Sträucher und Unterholz ausgedünnt, um Ratten keine Rückzugsmöglichkeiten zu geben." - Geht's noch dümmer? Noch intelligenzbefreiter? Noch arroganter?

Noch bösartiger künftigen Generationen, den eigenen Kindern und Enkeln gegenüber, wenn einen schon keinerlei Tiere interessieren?

Grünzeug macht offensichtlich aua. Grünzeug, Bäume, Sträucher machen angst. Der Giersch ist Dein größter Feind. Maikäfer-Invasion (sie liegen nur auf den Wegen, fliegen tun sie schon nicht mehr, warum...), ach herrje, alles was mit mehr als zwei Exemplaren auftritt, ist eine Invasion! Merze aus, was auszumerzen geht! Kommst in den Himmel dafür!

Und mit die schlimmsten sind die Älteren, die Privatiers mit ihren hygienischen Vorgärten, die es eigentlich wissen müssten. Da spielt sicher auch die reine Faulheit eine Rolle.

Das mit den Verordnungen, die nur von den gutmütigen Deppen (ohnehin anständigen Personen also) eingehalten werden, vom Rest, inkl. Stadt, Bahn, Verbänden ignoriert, stimmt absolut. Ist wie Rheumatismus und Veitztanz. Schlecht zu lösen, dieses kleine, menschliche Problem.

Traurich.

Stadtgrün, super.

Die Idee mit der essbaren Stadt wurde auch beim Utopolis Arbeitstreffen angeregt und traf eigentlich auf offene Ohren. Wirksam können Ideen natürlich nur dann werden, wenn jede und jeder Einzelne die in seinem oder ihrem Rahmen mitträgt, das stimmt. Ich hoffe auf eine fruchtbare Entwicklung. Und denke, Bruchsal ist auf jeden Fall auf dem Weg dahin. Als "Spargelmetropole" ist eine, ich nenne es mal "Ökologisierung" der Stadt auch markenstrategisch sehr naheliegend. Streuobstwiesen, Spargeläcker, Wein, Erdbeeren und im Mittelpunkt eine auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit ausgerichtete Stadtkultur in Bruchsal. Das wäre doch mal ein Pfund.

Letzendlich muss nur noch einsichtig werden, dass dieserart Nachhaltigkeit ein Zivilisationsgut, so etwas wie "sozialtechnisches High Tech" darstellt. So betrachtet, qualifiziert sich die "erste Welt" auch durch die Art und Weise, wie Resourcen intelligent genutzt werden. Und gerade was Urban Gardening oder die nicht-geldgebundene gemeinschaftlich organisierte Selbstversorgungen mit biologisch einwandfreien Nahrungsmitteln angeht, lassen uns einige Teile der Welt gerade ganz schön nach Entwicklungsland aussehen. Hat nicht letztlich Bhutan sogar entsprechend Naturschutz, biologischen Landbau etc. in ihrer Verfassung verankert?

Ich würde an dieser Stelle gerne noch die Idee der Tafelgärten ergänzen.
Hier ein Beispiel:
http://www.badische-zeitung.de/sexau/der-tafelgarten-in-sexau-eine-fruch...

Wenn man schon wieder die

Wenn man schon wieder die "Spargelstadt" bemüht: Sie ist auf dem Weg nirgend wo hin, zumindest nicht in ökologisch auch nur ansatzweise zufriedenstellender Weise:

Spargel und Erdbeeren unter Folie! Überlegen Sie doch mal, ob da vielleicht etwas nicht stimmen könnte! Nur, um im Wettbewerb mit einer der ersten sein zu können - also keinen Deut besser als jede Heuschrecke, jeder noch so kleine Wettbewerber in egal welchem Genre.

Und das tumbe Volk füllt sich den Bauch mit den so energieverschwenderisch und müllproduzierenden, ästhetisch fragwürdig produzierten Schnellwachsstängeln und -beeren.

Turbofrüchte. Turbospargel. Unter Plaste. In manchem Fall sogar beheizt! Toll, ehrlich.

Ich für meinen Teil esse nicht ein Gramm dieses Zeugs. Wie war das in Graben-Neudorf, ich darf mal wieder auf einen Artikel unserer ansonsten nicht sehr informativen Bruchsaler Rundschau verweisen: Man hat beschlossen, nichts unter Folie anzubauen, schon allein, weil der Geschmack nicht stimmt.

Das wäre mal ein vernünftiger und intelligenter (in meinen Augen ein selbstverständlicher) Ansatz.

Weniger klangvolle Programme, mehr Hirn. Guerilla Gardening - Denglisch ist einfach was Feines, hört sich so eloquent an (gell, Latein klingt auch süß), bewirkt nur nix. Etwas bewirken kann nur eine respektvolle Einstellung allem Leben gegenüber und ein gewisses, noch mögliches Maß an Natürlichkeit.

...kann ich kaum einordnen

...wußte jetzt nicht sicher, ob sich Gast im Artikel obendrüber vollständig auf meinen Kommentar bezieht. Aber "Spargelstadt" schien mir ein Indiz. Deswegen antworte ich gerne, bzw. kommentiere wie folgt: Ja, ein entsprechend weniger industrieller Spargelanbau ist ratsam, wenn man die Müll und Energieproblematik bedenkt die "Gast" darstellt - Da sind wir d'accord. ( Ich mag Lehnsworte, denn damit wirke ich immer so distinguiert.)

Die Folienspargel sind meines Erachtens eine weitere Variation des immer gleichen Themas, welches Schmitt schon im ersten Artikel beschreibt und dem Gast eine "(..) respektvolle Einstellung allem Leben gegenüber und ein gewisses, noch mögliches Maß an Natürlichkeit" entgegnen möchte. Auch hier, lieber Gast, sind wir beisammen.

Lassen Sie uns Kultur mal vereinfachend als all dass bezeichnen, was der Mensch so mit der Natur macht, egal ob's taugt oder nicht. Und lassen Sie uns den Begriff aber möglichst offen halten, damit wir ihn noch diskutieren können. - Schmitt beschreibt unter anderem eine Kulturform bei der einfach nichts mehr ohne menschlisches Zutun bzw. unkultiviert wachsen darf und scheinbar auch keinen Nährwert haben darf. So zumindest das Bild in den Städten. Dementgegen stehen Konzepte der Essbaren Stadt. Hier gilt es dem Erholungswert innerstädtischer Begrünung den Nährwert innerstädtischer Begrünung als Mehrwert zu ergänzen. Das ist noch kein Schritt in Richtung Natürlichkeit, sondern lediglich eine andere Kulturform über deren Sinn sich dikutieren lässt. Also ich wäre dafür. Diese Kulturform "Essbare Stadt" benötigt zweifelohne weitere Kulturtechnik. So muss z.B. rechtzeitig alles abgeerntet werden, damit keine Fäulnis entsteht und übermäßig Geziefer anlockt. Und es muss bestimmt auch irgendwelche Regeln geben- Sonst können wir ja nirgends Hinweisschilder hinstellen. Und bestimmt gibt es noch viele weitere wichtige Punkte, die mir jetzt noch gar nicht präsent sind. Aber, wenn genug Hirne mittdenken wird es schon werden. Denke, da werden sich sicher bald die richtigen Leute finden und dann bekommt das Schwung.

Aber eins noch lieber Gast. Etwas Kritik habe ich. Sie argumentieren mit Natürlichkeit, aber verwenden sich gegen den Gebrauch von Anglizismen und lateinischen Lehnsworten. Wie jede andere Natur auch, befindet sich Sprache in einem ständigen Wandel. Wir können uns natürlich auf eine deutsche Hochsprache beziehen, müssen das aber nicht. Wir können auch jeden einzelnen Baum vergittern und jeden neuenTrieb abschneiden, müssen das aber nicht. Ich mag Wildwuchs in der Sprache, das gewisse Maß an Natürlichkeit, welches mir erlaubt den Begriff zu pflücken der mir gerade schmeckt. Die Idee kommt halt nunmal nicht von hier, dewegen gibt es kein passenderen Begriff im Deutschen -"Partisanenpflanzung" ginge, wenn man slawische Lehnsworte zulässt. Aber ich bin für ihre Vorschläge offen lieber Gast und hätte auch Spaß dran mit Ihnen einige Begriffe zu erörtern. Ich bin mir sicher, wir würden Tränen lachen.

Essbare Stadt Bruchsal

Hallo,
freue mich über den zukunftsweisenden Artikel und die regen Kommentare.
Ich bin eine in Bruchsal-Heidelsheim ansässige Permakulturdesignerin. Permakulturdesign ist DIE Methode, die weltweit angewandt wird, um Lebensraum, egal ob urban oder ländlich, den Bedürfnissen nach Lebensqualität in Verbundenheit mit der Natur, unseren Lebensmitteln und Tieren, entsprechend zu gestalten.
Ich würde sofort eine Stelle besetzen, um mit und in der Stadt in Kooperation mit Kindergärten, Schulen, Langzeitarbeitslosen, Bufdies, usw. eine essbare Stadt zu etablieren. Bruchsal hat in den letzten Jahren optisch sehr an Lebensqualität gewonnen, trotzdem gäbe es noch viele Stellen, an denen man viele soziale Anforderungen mit Verschönerung des Lebensraumes umsetzen könnte...
Bin gespannt, wie es weitergeht :-)

Ich erinnere mich noch gut...

...an die "gärtnerischen" Nachkriegszeiten, mußte ich als Kind in den Jahren zwischen 1950 und 1960 sehr intensiv in zwei Gärten mitarbeiten, die meine Familie bewirtschaftete. Einer befand sich direkt hinter dem Haus Huttenstraße 20a (auch hinter der Nummer 20b befanden sich Gärtchen). In diesen Gebäuden wohnten vorzugsweise Beamte (Lehrer, Finanzbeamte, Vollzugsbeamte, Polizeibeamte), und jeder Familie wurde direkt hinter dem Wohngebäude eine Gartenparzelle zugewiesen.

Die Gärtchen der Hausnummer 20a zogen sich entlang der Seilersbahn, Anfang 1950 noch hinter hohen Gefängnismauern gelegen und ab 12 Uhr mittags voll in der Sonne, was den direkt an der Mauer gezogenen Tomatenpflanzen sehr zugute kam.

Hinter dieser Mauer befanden sich noch einige Birnbäume, die den Bombenangriff überstanden haben, es waren, in Bruslerisch, "Gaishertlen", wie immer die Sorte auch sonst heißen mag, kleine, süße, sehr wohlschmeckende Birnchen. Zur Erntezeit wurden diese gemeinschaftlich mittels langer Leiter von den Hausbewohnern geerntet und geteilt.

Im Hof hinter den beiden Häusern, heute Kinderspielplatz im Bürgerpark, standen noch 5 riesige Kastanienbäume und ein Vogelbeerbaum, von welchem wir Kinder in die Wohnung des Lehrers Vollmer im 2. Stock hineinschauen konnten, was diesem gar nicht recht war.

Die rechtwinklig zu den Gebäuden 20 a und b stehenden Gebäude wurden nicht wieder aufgebaut, sie existierten noch lange Jahre als Ruinen und dann als tiefe Löcher. Die Mauer zur Seilersbahn wurde bis auf eine Höhe von 2 m auch bald abgerissen, und so konnte man sich beim Gärtnern mit den Leuten unten auf der Straße unterhalten. Bei Faschings- und Sommertagsumzügen wurde die Mauer gerne als erhabener Stehplatz, der eine gute Übersicht bot, genutzt.

Da es noch kein Fernsehen gab, beschäftigte man sich bei gutem Wetter mit dem Garten, und zwar gemeinschaftlich. Die Erwachsenen gruben, hackten, schorten, düngten, die Tomaten immer an der Mauer wegen der Wärmeabstrahlung. Es wurden noch Erdbeeren, Zwiebeln, Lauch, Bohnen, Gurken, Paprika gepflanzt, alles in korrekt angelegten Beeten mit kleinen Wegchen dazwischen.

Und alle liebten Blumen. Wo nur Platz war, wurden solche angepflanzt. Mein Vater bevorzugte blaue Lilien und blaue Herbstastern, aber auch Sonnenblumen, Konkardenblumen, Rosen usw. waren zu bewundern. Jeder versuchte, den schönsten Garten zu haben.

Meine Familie hatte das Glück, die letzte Parzelle in der Reihe entlang der Mauer zu bewirtschaften, danach kam noch eine 50 m lange Wiese bis zur Psychamauer, weshalb wir den Umfang des Gartens um das Doppelte vergößern konnten.

Wir Kinder mußten zum Bewässern Gießkannen aus dem Keller schleppen, bis ein langer Schlauch angeschafft wurde, der hinten aus der Waschküche im Keller durch den Gitterrost ins Freie geführt wurde.

Ich werde die Gerüche eines Sommerabends nie vergessen, wenn sich Staub, Wasser, Erde zusammen mit dem Geruch der Blumen vermischten. Das war die Zeit zwischen Beginn der Dämmerung und Sonnenuntergang, jeder werkelte in seinem Gärtchen, wobei der Spaß und die Unterhaltung aber nicht zu kurz kamen.

Bei Dunkelheit standen die Erwachsenen noch lange hinter dem Haus und unterhielten sich, wir Kinder durften zuhören, und es war spannend für uns. Kinder gab es genug, ich selbst hatte drei Geschwister, andere Familien hatten bis zu 7 Kinder! Man kann sich vorstellen, was da los war. Ich bedauere jedes heutige Kind, das alleine vor den Fernseher oder dem Computer hocken muß.

Tja, dann hatten wir noch einen Garten im Gewann Fuchsloch, von den heutigen Behindertenwerkstätten Richtung Bärensee, eine schöne Wegstrecke von der Huttenstraße bis dahin. Autos gab es selten, also mußte der Garten zu Fuß erreicht werden. Das Gartenwerkzeug wurde auf einem Leiterwägelchen mitgeführt, auf gleichem Weg wurde die Ernte heimgefahren.

In diesem Garten wurden Obstbäume kultiviert, Pfirsiche, Äpfel, Birnen, Mirabellen, Pflaumen, Kartoffeln und Erbeeren angebaut sowie rote und schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren. Das Wasser zum Gießen mußte von einem Schwengelbrunnen in der Nähe geholt werden, und ich erinnere mich an Nachmittage des Gießens.

Wenn sich ein Gewitter anbahnte, wurde hastig gepackt und schnell ging es zurück, manchmal wurde man auch klitschnass. Das Damianstor war damals noch mit Kopfsteinen gepflastert und mir klingt heute noch das Rattern der eisenbeschlagenen Wagenräder im Ohr, wenn ich das mit der Ernte voll beladene Leiterwägelchen hindurchzog.

Mein Vater hatte die Angewohnheit, die schönsten Früchte zuoberst auf den Korb zu legen, damit auch ja jeder seine gärtnerischen Leistungen bewundern konnte. Früher kannte in Bruchsal jeder jeden, und so kam er unterwegs des öfteren ins Gespäch. Wehe, wir Kinder nahmen eine der schönen Früchte herunter um sie heimlich zu verdrücken....

Zuhause wurden die Sachen dann "eingeweckt", und wir hatten über Winter mehr als genug. Ich fand einmal nach Jahren in einer Kellerecke mehrere Gläser mit Pfirsichen, die noch gut waren!

Das sind Erinnerungen, die ich nicht missen möchte, vielleicht deshalb mein Hang zur Natur. Ich habe nun selber einen Garten und genieße ihn täglich von mittags bis abends, manchmal übernachte ich sogar.

Was mir jedoch auffällt ist, daß sich Viele für die Natur interessieren und engagieren, nur, sehen tut man sie in derselben nie, nicht bei Sonnenschein, und erst recht nicht bei Regen, es scheint auch hier einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis zu geben.

Ich kann jeden nur beglückwünschen, der einen Garten sein eigen nennt oder einen solchen gepachtet hat, auch in einer Schrebergarten-Anlage. Nachfolgend ein Videobeitrag über die Gärten zwischen der Karlsruher Straße und der Bundesbahntrasse:


Um in HD-Qualität zu schauen, nach dem Start des Videos auf das Zahnradsymbol klicken, dann auf 720 oder 1080p

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen