Brasilianische Klänge im Barrocco

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Januarkonzert des Jazzclub Bruchsal lockte viele Besucher
Dienstag, 10. Januar 2012 - 18:10
Rua Baden Powell beim Jazzclub Bruchsal

Ein paar Stunden Aufschub bot es, das erste Konzert des Jazzclub Bruchsal im neuen Jahr, ehe am Montag für die meisten von uns der Alltag wieder begann. Wohl eben erst vom Skifahren zurück, waren viele gekommen um die freien Tage ausklingen zu lassen bei der Musik des Baden Powell Projekts, das der Jazzclub am Sonntagabend ins Barrocco eingeladen hatte. Bossa Nova und Brazilguitar vom Feinsten versprach das Trio um den Karlsruher Gitarristen und Komponisten Martin Müller, der seit 2002 zusammen mit Sängerin Juliana da Silva und dem Saxophonisten Jochen Feucht ein Programm hauptsächlich aus eigenen Stücken, aber auch aus der bekannten Bossa-Literatur spielt. Routiniers allesamt, die auch an diesem Abend alle Register zogen:

Solostücke auf Gitarre und Saxophon wechseln ab mit Gesangsnummern der live noch besser als schon auf CD klingenden Brasilianerin da Silva, Antonio C. Jobims "Chega de Saudade", Baden Powells "Medley", dann wieder aus Martin Müllers Feder "Fly over Rio", "Bom dia Joaõ" und "Noticias". Rasch springt der Funke über auf das Publikum, das sich fallen lässt in der beinahe hypnotisierenden Atmosphäre südamerikanischer Harmonien und Rhythmen. Das Barrocco eingetaucht in die Farbenwelt Brasiliens. Eine gekonnte Dramaturgie hält das offensichtlich begeisterte Publikum über beinahe 2 Stunden bis hin zur lautstark geforderten Zugabe in ihrem Bann.

Copyright Foto: Christian Kretz

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