A. Brändle: "Drei Mädchen auf einer Spur" - 12. Kapitel

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Ein unheimliches Gewölbe
Samstag, 21. Juni 2014 - 15:30

Mit dem 12. Kapitel fängt der Kinderroman von Alexander Brändle an, richtig spannend zu werden. Und man weiß ja nicht nur von den Indiana Jones-Filmen oder einschlägiger Abenteuer-Literatur, dass Gewölbe, unterirdische Gänge, hallende Stimmen und flatternde Tiere den Zuschauer oder Leser hochgradig packen können und diese mitfiebern und mitbangen lassen.

Eine hier in Bruchsal aufgewachsene Bekannte erzählte übrigens gerade vor kurzem, dass sie als Kind nach dem Lesen des Brändle-Buches tatsächlich auf die Suche nach den unterirdischen Gängen ging.

Hausmeister der Freiherr-vom-Stein-Schule sowie des Schönborn-Gymnasiums war in den 1960ern Franz Weickgenannt; bei Brändle trägt er den Nachnamen Oberst. Schüler der beiden Lehranstalten erinnern sich sicher noch, wie sie an einem kleinen Fensterchen im Schulhof anstanden, um eine Brezel zu kaufen. Begüterte Kinder kauften sich gerne noch eine Schokomilch dazu, weniger begüterte Kinder brachten ein in Butterbrotpapier eingewickeltes belegtes Brot von zu Hause mit und schauten schon ein wenig neidisch auf ihre Klassenkameradinnen und -kameraden. Bei den wenig begüterten Kinder gab's sogar manchmal Wurst aufs Brot, bei den ganz wenig begüterten nur Marmelade - ohne Butter, dafür aber mit Margarine.

 

12. Kapitel: Ein unheimliches Gewölbe

Achtung! Es ist niemand zu sehen!“ rief Marlene. „Ich springe jetzt über die Mauer und schleiche mich zur Rückseite des Pavillons. Dann versuche ich, die Wandplatte schnell zu öffnen und in die Öffnung zu schlüpfen. Klar?“

Los, hau ab!“ zischte Michaela.

Marlene spähte rasch nach allen Seiten, sprang — und war weg. Eine drückende Schwüle lag über dem Stadtgarten. Weit und breit zeigte sich kein Mensch.

Sie hatten sich pünktlich getroffen, alle drei mit langen Leinenhosen und ärmellosen Blusen bekleidet. Um die Köpfe hatten sie Tücher geknotet — gegen den Staub und Dreck, dem sie vielleicht ausgesetzt sein würden.

Ob sie nun wohl darin ist?“ flüsterte Monika.

Bestimmt! Nun lauf du und klopfe an die Wand! Marlene wird dir öffnen.“

Wieder rauschten die Zweige der Buschreihe. Michaela hörte ein Knirschen — dann war Stille.

Ein heimtückisches Versteck! dachte Michaela. Unter der Erde, in der Erde, mitten in der Stadt ... Wer mochte den Schlupfwinkel angelegt haben und für welchen Zweck? Und wie hatte das unbemerkt geschehen können?

Dann lief auch sie nach einem raschen Rundblick los. An der Rückwand des Pavillons sah sie die Öffnung — einer offenen Schiffsluke ähnlich. Zwei Augen funkelten im Halbdunkel des Ganges.

Schnell herein!“ zischte Marlene und ließ die Wandplatte weiter aufkippen.

Michaela schob sich mit den Beinen voran in die Dunkelheit.

Rutsch ein bisschen weiter!“ sagte Marlene. Michaela rutschte.

Gut. Halt!“ Marlene zog die Wandplatte zu und ließ sich zu den Kameradinnen hinunter. Monika hatte gleich die Taschenlampe eingeschaltet. Marlene und Michaela folgten ihrem Beispiel. Marlene leuchtete hinauf zum Ausgang.

Da ist ja ein Riegel angebracht!“ rief Michaela erstaunt. „Schaut hin! Wir können die Luke verriegeln!“

Toll!“ antwortete Monika. „Ich riegele ab. Was meint ihr?“ Zögernd schob sie sich auf der Schräge zur Wandplatte hoch.

Lass es sein!“ sagte Marlene und hielt Monika am Fuß fest. „Wenn du verriegelst — und es gibt jemanden, der hier herein will, dann weiß er ...“

Es muss jemanden geben!“ unterbrach Michaela sie. Ihr Gesicht sah im Schein der Taschenlampe bleich aus. „Jetzt haben wir die Gewissheit!“

Ob wir wieder hinauskriechen?“ fragte Monika. „Wenn da unten jemand ist und uns schon gehört hat ...“

Mach nicht gleich in die Hosen!“ sagte Marlene forsch, aber es klang fast so, als müsse sie sich selbst Mut machen. „Hat sich ein Verbrecher dieses Versteck gebaut, dann wird er nur zuriegeln, wenn er hier drinnen ist. — Er ist also nicht da! — Wir dürften bei Tag ziemlich sicher sein. Gauner riskieren nichts, schon gar nicht die Entdeckung eines so guten Verstecks.“

Mich wundert es, dass die Luft so frisch ist“, überlegte Michaela. „Ich sehe keinen Luftschacht.“

Das finden wir heraus!“ Marlene übernahm die Führung. „Ich will jedenfalls nicht auf diesem Felspodest anwachsen. Leuchtet zur Eisentreppe!“

Drei Lichtkegel erhellten den Gang. Etwa zwei Meter von ihnen entfernt endete das Felspodest, und eine Eisenleiter führte in eine unbekannte Tiefe.

Marlene schob sich darauf zu, packte eine Leiterstrebe und leuchtete hinunter. Aber so weit der Lichtstrahl reichte, waren nur Eisensprossen zu erkennen, sonst nichts.

Du lieber Gott, ist das tief!“ entfuhr es ihr. „Wozu nur? Das ist ja wie der Schacht eines Bergwerks.“

Das möchte ich auch wissen“, flüsterte Monika. „Ich habe etwas anderes erwartet: eine Höhle mit gestohlenen Sachen.“

Nun verratet mir doch“, sagte Marlene, „wie ein Mensch sich eine solche Felsenschlucht, ein solches Loch schlagen oder sprengen kann, ohne dass es jemand merkt.“

Es ist unmöglich!“ bestätigte Michaela. „Ich habe mir das schon beim Einsteigen überlegt. Es ist nur denkbar, dass diese Kluft länger besteht als der Pavillon. Aber man mag sie beim Bau des Pavillons nicht bemerkt haben. Sie kann ja durch Fels verdeckt gewesen sein. Aber einer muss den Hohlraum gekannt und den Zugang durch die Wand zu ihm geschaffen haben. Das Loch in der Mauer hat er durch eine aufklappbare Wandplatte geschlossen. Der Riegel ist anscheinend ziemlich neu, er muss erst vor kurzer Zeit angebracht worden sein.“

Du kannst recht haben, Mischa!“ sagte Marlene eifrig. „Leuchtet die Wand an! Seht ihr? Es sind keine Mauern, es ist blanker Fels. Das muss schon sehr lange her sein, dass diese Höhle ausgehauen wurde.“

Komisch“, flüsterte Monika. Sie wagte ihre Stimme nicht zu erheben. „Was soll dieses Felsenloch für einen Sinn ...“

Ich hab's, ich hab's!“ rief Marlene, ließ die Eisensprosse los und wäre fast in die Tiefe gestürzt, wenn Michaela sie nicht an der Hose zurück gerissen hätte.

Pass doch auf!“ ermahnte Michaela sie.

Danke.“ Marlene legte einen Augenblick die Hand auf das Herz, so sehr war sie erschrocken. Aber sie fasste sich rasch und sagte: „Wir müssen vorsichtig sein. Wir haben uns immerhin auf ein gefährliches Abenteuer eingelassen.“ Sie senkte die Stimme und fuhr fort: „Ich schlage vor, wir flüstern hier unten nur. Monika hat recht. Jedes laute Wort dröhnt ja wie in einem Kuppelsaal.“

Was wolltest du vorhin sagen?“ fragte Monika und zupfte Marlene an der Bluse.

Ach ja. — Du müsstest es auch wissen, Mone, denk an die Geschichte unserer Stadt! Fürstbischöfe haben doch das Schloss und den Schlossgarten erbauen lassen, auch das Belvedere draußen. Und im Schlossgarten steigt doch aus dem Goldfischteich eine hohe Wasserfontäne auf. Na?“

Goldfischteich

Was meinst du?“ fragte Monika.

Passt auf! Damals — beim Bau des Springbrunnens — gab es noch keine Motoren, die das Wasser des Teiches durch Druck in die Höhe pressen konnten. Was musste also getan werden?“

Ich hab's begriffen“, fiel Michaela ein. „Auch wenn ich nicht von hier bin. Über Springbrunnen hab' ich etwas gelesen. Das Wasser läuft in Rohren einen Berg hinunter. Durch das Gefälle steigt der Druck, und ein Springbrunnen kann auf natürliche Weise arbeiten.“

Prima! Eine Eins mit Schleife!“ lachte Marlene. „Genauso ist es hier. Unter unserem Gymnasium befindet sich ein verzweigtes Röhrensystem, das die Wasser aus dem höhergelegenen Hügelland im Osten sammelt und irgendwo steil in die Tiefe schickt.“

Mensch, Struppi, das ist ja toll!“ flüsterte Monika. „Glaubst du, dass die hohe Fontäne im Schlossgarten auf diese primitive Art funktioniert?“

Warum nicht? Das ist sicherer als Motoren, die durch einen Defekt ausfallen können.“

Das muss aber eine lange Wasserleitung sein!“ gab Michaela zu bedenken. „Ein großes Stück durch den Stadtgarten, die Reserveallee hinunter, unter dem Amtsgericht hindurch, auch unter dem Schlosshof und sogar noch unter dem Schloss selbst.“

Aber es müsste so sein, und — hört zu! — der Schacht da hinunter wird zu den alten unterirdischen Anlagen gehören. Vielleicht stoßen wir auf Wasser, wenn wir einsteigen.“

Das wäre schade. Also los, ich friere!“ drängte Michaela. „Hier unten ist es kühl.“ 

Marlene drehte sich um, packte ihre Taschenlampe mit den Zähnen und begann wortlos auf der Eisenleiter hinabzusteigen. Michaela folgte rasch, Monika langsam nach.

Oben im Tageslicht schob sich Ulrich durch die Büsche. Klaus-Peter stieß von links und Thomas von vorn auf ihn. Sie warfen sich schnell zu Boden und horchten.

Was wollt denn ihr?“ fragte der Primus mit Flüsterstimme.

Ich bin auf dem Kriegspfad gegen die Sioux“, antwortete Thomas. „Schneller Pfeil, der Häuptling der Mohikaner, hat gesprochen.“

Und du, Klaus-Peter?“

Ich suche Futter für meinen Schimmel. Hattest du etwas anderes erwartet?“

Sie starrten sich in die Gesichter und grinsten plötzlich. Thomas fasste sich schnell. „Es ist nicht zu glauben — wir haben schlaue Mädchen in der Klasse! Mein mühsam erworbenes Beschützer-Selbstbewusstsein ist angeknackst.“

So also sieht es aus!“ nickte Ulrich. „Wir brauchen uns nichts zu beichten. Ich finde es sogar prima. Getrennt marschieren, vereint schlagen!“

Wir müssen hinuntersteigen“, mahnte Klaus-Peter, „aber so, dass sie nichts merken. Los!“

Wie Indianer krochen sie hinter den Pavillon, horchten, öffneten die Wandplatte, stiegen leise ein — und blieben stets so weit hinter den Mädchen zurück, dass sie ihre leisen Stimmen und ihr Tappen gerade noch hören konnten.

Marlene zählte beim Hinuntersteigen die Eisensprossen.

Zehn, elf, zwölf ...“ Es ging immer noch tiefer. Der Schacht verengte sich so sehr, dass die Felswände mit ausgestreckter Hand zu greifen waren. „Siebzehn, achtzehn, neunzehn — Mensch, Mischa, das geht ja bis in die Hölle!“ meinte Marlene.

Nur weiter!“ drängte Michaela. „Es klingt nicht mehr hohl. Der Schacht wird gleich zu Ende sein.“

Siebenundzwanzig!“ zählte Marlene, und in diesem Augenblick fand ihr Fuß Grund — ein Stück unebenen Felsbodens.

Marlene leuchtete umher. Ihr war es, als stände sie in einem tiefen Brunnen. Sie war ringsum von Fels eingeschlossen.

Nein! Links von der Eisenleiter stach der Lichtstrahl ins Leere. Da war ein Stollen.

Marlene wartete, bis Michaela und Monika knapp über ihr standen. Sie flüsterte:

Nach Westen geht es weiter, in Richtung zum Schloss. Meine Annahme ist richtig.“

Ein ungemütliches Versteck!“ sagte Monika und schüttelte sich. „Ob es hier Schlangen gibt?“

In dieser Tiefe zwischen den Felsen? Wovon sollten sie leben?“ fragte Marlene belustigt.

Monika fasste sich wieder und sagte:

Von neugierigen Quintanerinnen, die einen Verbrecher fangen wollen.“

Du Gans hast recht — äh, Verzeihung: du hast ganz recht“, witzelte Marlene. „Und deswegen schleichen wir jetzt weiter.“

Sie drang in den Spalt ein und stand plötzlich in einem gewölbten Gang. Er war sehr niedrig, aber so breit, dass drei Personen nebeneinander Platz gehabt hätten. Marlene musste sich bücken, um zu vermeiden, dass sie sich den Kopf stieß.

Monika und Michaela folgten ihr. Michaela sagte:

Es gibt nur diesen einen Weg. Ich dachte, wir würden ein Labyrinth von Gängen und Wasserrohren finden.“ „Seid mal still!“ bat Marlene.

Sie blieben stehen und horchten, aber kein Laut war zu vernehmen.

Das ist unheimlich!“ flüsterte Monika. „Wir sind ganz allein auf der Welt. Außer uns lebt niemand mehr.“

Und wenn noch jemand lebte, würde er uns nicht finden“, betonte Michaela. Dann riss sie ihre Taschenlampe hoch und sagte aufgeregt: „Still, still! Da ist doch ...“

Hast du etwas gehört?“ fragte Monika. Der Schein ihrer Lampe zitterte verdächtig.

Nein — ich — ja, natürlich ... Ich spüre einen feinen Luftzug am Hals — ich habe da eine überempfindliche Stelle von einer Schnittwunde als kleines Kind ...“

Marlene leuchtete sofort die Wände ab. Ein Loch war nirgends zu finden — aber ein rechteckiger Stein war zu erkennen, der locker in der Wand saß. Marlene fasste danach, spürte, dass er sich bewegen ließ, und zog ihn langsam heraus.

Eine Öffnung war entstanden, aus der kühle, feuchte Luft strömte.

Das ist ein Grund, warum wir atmen können. Im übrigen sind wir leichtsinnige Hühner. Luftmangel oder Gase spürt man nicht gleich, man sollte bei solchen Höhlenwanderungen eine brennende Kerze mitführen, die Sauerstoff verbraucht.“

... hat dein Vater gesagt“, vollendete Monika. „Leuchte in das Loch hinein!“

Marlene tat es. Aber sie konnte nichts sehen. Irgendwo polterte etwas.

Erschrocken knipsten die Mädchen die Taschenlampen aus und ließen sich in die Hocke fallen. Ihr Atem ging rasch. Monika Fallhorn verwünschte jetzt dieses Abenteuer und hätte ihre Sparbüchse dafür gegeben, um oben in der Sonne stehen zu können.

Weickgenannt

Schwere Schritte tappten durch eine Halle. Es klang dumpf und hohl. Ein Lichtkringel fiel über den Köpfen der Mädchen an die Felswand. Marlene sah ihn, erhob sich leise und blickte durch das Loch. Da sah sie — fast hätte sie aufgeschrien vor Überraschung — ihren Hausmeister, Herrn Oberst, mit einer Grubenlampe durch ein hohes Gewölbe schreiten. Die Lampe in seiner Hand schwang vor und zurück und ließ Schatten gespenstisch tanzen. Herr Oberst schien an einer Ruine entlangzugehen. Marlene wendete den Blick ab, denn es zog zu sehr, und legte ein Ohr an die Öffnung. Da hörte sie Wasser plätschernd fließen.

Sie begriff rasch und ließ sich wieder in die Hocke fallen. Sie tastete nach Michaela und Monika und flüsterte ihnen zu:

Hinter der Öffnung liegt das Kanalsystem, das die Springbrunnen speist. Hausmeister Oberst ist gerade hindurch geschritten. Wahrscheinlich kontrolliert er die Wasserrinnen.“

Rinnen?“ fragte Monika. „Ich dachte, es seien Rohre!“

Früher hat man Wassergräben gezogen“, erklärte Michaela, „ohne Kanalisationsrohre.“

Aha! Und das weißt du so genau? Die alten Römer legten ja schon Wasserleitungen über weite Landstrecken.“

Aber hier sind es eben Rinnen!“ behauptete Michaela. „Was unternehmen wir jetzt? Wir können doch nicht hier sitzen bleiben!“

Wir dringen in unserem Gang weiter vor“, drängte Marlene. „Der Hausmeister kann uns nicht hören und nicht sehen. Bestimmt weiß er von diesem unterirdischen Gewölbe nichts.“

Das glaube ich auch!“ sagte Michaela. „Ob die Wasseranlage und dieser Gang gleichzeitig erbaut wurden, wird niemand mehr sagen können. Vielleicht ist Marlenes Entdeckung ein Fluchtweg aus der Ritterzeit!“

Hier stand nirgends eine Burg.“ Marlene schüttelte den Kopf.

Bist du dessen sicher?“ widersprach Monika. „Unser Gymnasium war in der Fürstbischofzeit ein Wasserschloss. Das hätten Feinde belagern können. Also befinden wir uns auf einem unterirdischen Fluchtweg, von dem kein Geschichtsschreiber etwas weiß!“

Meinetwegen!“ sagte Marlene. „Mich interessiert jetzt mehr, wohin der Gang führt, sofern er noch ganz erhalten ist.“

Den Unbekannten, der oben den Riegel anbrachte, habt ihr wohl vergessen“, mahnte Michaela. „Ich denke, wir beeilen uns ein bisschen.“

Marlene schob den rechteckigen Stein in die Wand zurück. Die Stablampe flammte auf. Weiter ging's.

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Kommentare

Alexander Brändle hat gut recherchiert...

was zum Beispiel auch die fürstbischöfliche Wasserleitung für die Springbrunnen im Schloß betrifft. Diese wurden mit Wasser aus dem Rohrbach gespeist, welches über eine Leitung an den Hängen der Bergstraße entlang floß und über ein leider abgerissenes Äquadukt in der Steighohle zum Wasserschloß führte. Hinter einigen Häusern in der Bergstraße sind heute noch Teile der ehemaligen Wasserleitung zu sehen. Zu meiner Zeit als Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule befand sich unter dem Schönborngymnasium ein riesiger Wasserspeicher, der heute als Fahrrad-Abstellraum genutzt wird...

s`Schiff

Dieses Wasserreservoir im Keller des Schönborn dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass das Schönborn im Schülerjargon "s`Schiff" genannt wurde......

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