Berufsdemonstranten machen bekanntlich nie Urlaub - fast nie!

DruckversionPer e-Mail versenden
Neues zu Stuttgart 21 von Christa aus Stuttgart
Samstag, 9. August 2014 - 19:05

sant anna

Statue zum Gedenken an das Massaker von Sant' Anna di Stazzema: Rund 560 Tote.

Kurz nach den Sommerferien hat sich wieder mal Christa aus Stuttgart gemeldet und ist für uns auf einen kleinen Streifzug durch Fernsehen und Printpresse zu Stuttgart 21 gegangen. Und es war zu erwarten: Sie wurde fündig.

Vielleicht noch zum Verständnis, warum Christa hier auch über den Ex-Oberstaatsanwalt Bernhard Häussler berichtet, der über ein Jahrzehnt die Verbrecher nicht anklagte, die für das Nazi-Massaker (Stuttgarter Schande) im italienischen Sant Anna verantwortlich sind.

Dieser Oberstaatsanwalt steht in Zusammenhang mit Stuttgart 21 vor allem in der Kritik, weil er einseitig ermittelte und für Projektgegner. So wurde die Anzeige gegen den als "Black Bull" bekannt gewordenen Polizisten, der am 30. September 2010, dem Schwarzen Donnerstag, auf die Demonstranten einprügelte, fallen gelassen, da es sich hier um eine Notwehrsituation gehabt haben sollte. Dagegen wurde Anzeige gegen eine Sitzblockiererin wegen Körperverletzung erstattet, weil eine Polizistin beim Wegtragen der Demonstrantin Rückenschmerzen bekam - ohne Einwirkung der Demonstrantin. Mehr zu Häussler beim Stuttgart 21 Wiki:  Bernhard Häussler.

Christa, übernehmen Sie.

 

Liebe Freunde,

wir "Berufsdemonstranten" machen ja bekanntlich nie Urlaub. Also, fast nie...

Zumal wenn so wichtige Dinge anstehen wie der Baubeginn von Stuttgart 21, den die Deutsche Bahn ursprünglich groß feiern wollte, bis den Verantwortlichen gerade noch rechtzeitig einfiel, dass der Bau von Stuttgart 21 ja bereits begonnen hat. ;-)

Hierzu ein guter Bericht aus dem Heute Journal:

 
Der Prozess gegen zwei Polizeiführer vom Schwarzen Donnerstag hat mittlerweile Sommerpause. Dieter Reicherter, ehemaliger Vorsitzender Strafrichter des Landgerichts Stuttgart, berichtet in der KONTEXT Wochenzeitung vom letzten Verhandlungstag vor der Pause, in dem - dokumentiert auch durch polizeieigene Sprechfunkaufzeichnungen - ebenfalls für die Öffentlichkeit immer offensichtlicher wird, von wem die Eskalation am 30. September 2010 ausging:

 
Das nächste Thema hat wenig mit dem Bahnhof zu tun, aber umso mehr mit unserem berühmt-berüchtigten Ex-Oberstaatsanwalt Bernhard Häussler, der es nach mehr als zehnjährigen Untersuchungen mit geradezu haarsträubenden Begründungen ablehnte, Ermittlungen einzuleiten wegen eines von SS-Leuten in Italien verübten Massenmords:

 
Dazu ein lesenswerter Kommentar von Andreas Müller von der Stuttgarter Zeitung:

 
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Herzliche Grüße und Euch allen einen schönen "Restsommer"!
Christa Bauer
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (6 Bewertungen)

Kommentare

Was hat ein Kriegsverbrechen der Waffen-SS...

...mit Stuttgart 21 gemeinsam?
Wieso ermittelt ein Ex Staatsanwalt einseitig und für Projektgegner, wenn er die Anzeige gegen den als "Black Bull" bekannt gewordenen Polizisten, der am 30. September 2010, dem Schwarzen Donnerstag, auf die Demonstranten einprügelte, fallen läßt?

Wie ermittelt man für die Projektgegner, indem man Anzeige gegen eine Sitzblockiererin erstattet, weil eine Polizistin beim Wegtragen der Demonstrantin Rückenschmerzen bekam???
Fragen über Fragen...
Herr Rolf Schmitt, manchmal wäre es besser nichts zu schreiben als solchen Stuss irgendwo zu kopieren.

Berufsdemonstranten machen bekanntlich nie Urlaub - fast nie!

Wer finanziert diese "Berufsdemonstranten"? Die Allgemeinheit?

Na denn, Berufsdemonstranten.

Der Satz: "Dieser Oberstaatsanwalt steht in Zusammenhang mit Stuttgart 21 vor allem in der Kritik, weil er einseitig ermittelte und für Projektgegner." ist für mich nicht verständlich.

Und langsam drängt sich die Frage auf: Für oder gegen was demonstrieren die "Berufsdemonstranten" eigentlich noch? Wenn ein OStA sich unkorrekt verhält, dann sind doch wohl die Vorgesetzten gefragt wie Leitender OStA, Gerneralstaatsanwalt, Justizminister?

Nimmt die Demonstranten zu S21 tatsächlich noch jemand ernst? Kann man Ermittlungsarbeit, Strafverfahren oder Rechtsprechung tatsächlich durch Demonstrationen beeinflussen? Oder erreicht man in diesem Fall genau das Gegenteil?

Ist es eigentlich zweckmäßig, einem OStA andere Verfahrensmängel vorzuwerfen, wenn man in einem Fall nicht weiter kommt? Wie bei Kindern: "Der hat mich gehauen und gestern hat er in der Schule gelogen.".

Da wird eine Schlichtung gemacht, aber da geht es nie um die Frage "Bau S21" ja oder nein.

Von welcher Seite werden die Leute eigentlich mehr verdummt? Von den S21-Befürwortern oder -Gegnern? Da läuft eine Volksbefragung zu S21 und da geht es nicht um "Bau S21" ja oder nein. Nein, da geht es nur um die Finanzierung. Mappus und Gönner sind länst passe, und geändert hat sich zu S21 nichts.

Da wird Montag für Montag demonstriert, was ist bitte das Ziel? Oder ändert sich das Ziel laufend, um die Demos am Laufen zu halten?

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen