Bad Schönborn: Sorge nach Bedrohung eines Schülers in den sozialen Netzwerken

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Donnerstag, 19. Dezember 2013 - 17:30

Aufgrund einer in den sozialen Netzwerken gegenüber einem 13 Jahre alten Schüler geäußerten Bedrohung kam es am Donnerstagmorgen an einer Realschule in Bad Schönborn auf Seiten von Eltern, Schülern und Lehrern zu teilweise erheblichen Unsicherheiten.

Schutz

Nach den ersten Feststellungen der am Morgen hinzugezogenen Polizei hatte der im nördlichen Landkreis Karlsruhe wohnende Junge am Mittwochabend von Zuhause aus mit einem Unbekannten im Netz gechattet und auf dessen unsittliche Avancen mit erbosten Zeilen reagiert. Der Schreiber antwortete daraufhin mit massiven Drohungen und der Ankündigung, am Donnerstag in der Schule des 13-Jährigen zu erscheinen.

Da der Junge den Wortwechsel an seinen Freundes- und Bekanntenkreis über das Netzwerk weiterleitete und diese die Zeilen in gleicher Weise verbreiteten, ging die Nachricht um wie ein Lauffeuer. Dies hatte zur Folge, dass sich besorgte Eltern bei den Ordnungshütern, wie auch der Schule meldeten und eine ganze Reihe von Kindern am Donnerstag dem Unterricht fernblieb.

Sowohl von Seiten der Polizei als auch der Schule wurden noch vor Unterrichtsbeginn Vorkehrungen getroffen, die jegliche Gefahr sowohl für den bedrohten Schüler als auch Unbeteiligte nach menschlichem Ermessen ausschlossen.

Zudem leitete die Polizei über den Betreiber des sozialen Netzwerkes umgehend Maßnahmen zur Ermittlung des Täters ein. Diese dauern bis zur Stunde noch an.

Zudem wurden der Sachverhalt wie auch die Gefahren des Internets nach einer Absprache mit dem Leiter des Polizeireviers Bad Schönborn von den Lehrkräften noch am Donnerstagvormittag mit den Schülern besprochen.

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Kommentare

Ein Hammer

Da chattet ein Schüler mit einem Unbekannten, was sich heutzutage nicht vermeiden lässt, aber in dem Fall besser nicht stattgefunden hätte. Kleiner aber nützlicher Hinweis: Es gibt bei FB die Möglichkeit, wie man sein Profil einstellen kann, dass einen Unbekannte eben nicht einfach so anschreiben können...

Daraufhin setzt sich dies - wohl auch durch die Einflüsterungen von Außen bedingt - so fort, dass die Polizei die Schule bewacht und viele Schüler gleich mal die Chance nutzen und zu Hause bleiben.

Hoffentlich wird der Übeltäter erwischt und muss die Zeche zahlen oder im Gefängnis absitzen. Dies kann nicht die Zukunft des Internets und der sogenannten sozialen Netzwerke sein, dass "Unbekannte" einen bedrohen und damit Schaden anrichten.

Apropos, wer weiß in diesem Zusammenhang schon noch, ob der "Unbekannte" so unbekannt war....

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