Auf den Spuren des Bruchsaler Trinkwassers

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Schüler/innen der Konrad-Adenauer-Schule zu Besuch im Wasserwerk Bruchsal
Montag, 4. Juni 2012 - 13:05

Trinkwasser

Nach der erfrischenden Wasserwerksführung war für die Drittklässler/innen der Konrad-Adenauer-Schule in Sachen Trinkwasserversorgung (fast) alles klar. Foto: tw

Büchenauer Wald, Mittwoch, 23. Mai, kurz vor 10 Uhr: Stadtbus-Fahrdienstleiter Klaus Ferwagner fährt den Midibus vom Typ MAN Lion’s City M auf das Gelände des Wasserwerks. Von Bord sprudeln lebhafte 21 Schüler/innen der Klasse 3a der Konrad-Adenauer-Schule (KAS) sowie Klassenlehrerin Eveline Weiß (BK, D, HuS, M und TW) und Referendar Oliver Ferkl (D, E, S). Sie werden von ewb-Wassermeister Christian Baader empfangen, der sich mit ihnen auf den Weg macht, den auch das Wasser geht. Erste Station ist die Brunnenstube eines der fünf Tiefbrunnen, aus denen Bruchsal sein Trinkwasser bezieht. Alle fünf Jahre muss so ein Brunnen regeneriert werden, damit er nicht vorzeitig versiegt. Zweite Station ist die Filterhalle mit einem gelben Oxidator und sechs weißen Filterkesseln, in denen Eisen (Fe) und Mangan (Mn) mittels Filterung durch ein Sand-Kiesgemisch aus dem Rohwasser entfernt werden. Das Ergebnis der i.d.R. mittwochs stattfindenden Filterrückspülung sehen die Drittklässler/innen im Absetzbecken hinter dem Wasserwerk. Dort trüben Fe- und Mn-Schlammrückstände das Wasser schmutzigbraun.

Anschließend führt Baader seine Besucher/innen in das akkreditierte und zertifizierte ewb-eigene Wasserwerklabor. Die ewb-Wasserexperten nehmen zweimal im Jahr an einem großen Ringversuch teil. Ziel ist es, vorgegebene Wasserproben erfolgreich auf Verunreinigungen zu untersuchen und so die Akkreditierungskriterien zu erfüllen. Montags entnehmen die Wassermeister dem ewb-Wasserversorgungsnetz insgesamt 8 Proben, die sie auf einem Nährboden in einer Petrischale oder per Schnelltest in einem flüssigen Nährmedium durch Bebrütung auf Keime untersuchen. Im Entgasungsbecken, hinter dem Wasserwerksbüro, kommt das Reinwasser erstmals an die Oberfläche, bevor es über die Förderpumpen ins Stadtnetz Bruchsal eingespeist wird. Jährlich wird Bruchsal vom Wasserwerk mit rund 2 Millionen Kubikmetern Trinkwasser versorgt. An einem Schaubild erläutert Christian Baader zusammenfassend die Bruchsaler Trinkwasserversorgung. Im Unterricht hieße das „Ergebnissicherung“. Nach so viel trockener Theorie schmeckt den quirligen KAS’lern das frische Bruchsaler Trinkwasser sichtlich besser als mancher der mitgebrachten Softdrinks. Zum Abschluss chauffiert sie Klaus Ferwagner sicher zurück in die Südstadt.

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