Am 14. September 2014 ist Tag des offenen Denkmals

DruckversionPer e-Mail versenden
Bruchsal bietet umfangreiches Programm | Belvedere, Kapellen, Heimatmuseum und Gemarkungsrundgänge | Zahlreiche Führungen und Besichtigungen bei freiem Eintritt
Mittwoch, 20. August 2014 - 10:39

Bruchsal (pa). Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September, bietet Bruchsal wie schon seit weit über zehn Jahren wieder ein umfassendes ganztägiges Veranstaltungsprogramm bei durchweg freiem Eintritt. Zum Angebot gehören auch mehrere Beiträge, die den Themenschwerpunkt des Denkmaltages 2014 – er lautet heuer schlicht „Farbe“ – in den Mittelpunkt rücken.

Martinskapelle

Martinskapelle Heidelsheim (Foto Thomas Adam): Im Stil der Renaissance präsentiert sich die Martinskapelle in Heidelsheim.

Bereits um 10 Uhr öffnet am 14. September in Heidelsheim die sehenswerte Martinskapelle ihre Türen, die baulich direkt an die evangelische Stadtkirche im Ortskern anstößt. Entstanden im Zeitalter der Renaissance, diente sie früher als Gotteshaus der Heidelsheimer Katholiken und wurde mit ihrer eindrucksvoll gestalteten Gewölbedecke im vergangenen Jahrzehnt umfassend saniert. Bis 17 Uhr werden am Denkmaltag die Geschichte und Restaurierung der Kapelle nach Bedarf erläutert.

Ebenfalls im Stadtteil Heidelsheim ist von 14 bis 17 Uhr das dortige Heimatmuseum zu besichtigen, das selbst in einem bedeutenden Baudenkmal – dem historischen Stadttor (Merianstraße 9, Ostseite Marktplatz) – untergebracht ist. Das Museum dokumentiert Orts- und Alltagsgeschichte sowie die Volksreligiosität früherer Epochen.

Um 12 Uhr rückt in Bruchsal „einer der schönsten Plätze der Stadt“ – so heißt es bereits im 19. Jahrhundert – in den Mittelpunkt der Betrachtung, nämlich das Belvedere mit dem umgebenden Stadtgarten. Das Rokoko-Kleinod entstand im Jahre 1756 im Auftrag des speyerischen Fürstbischofs Franz Christoph von Hutten und zählt heute zu den noch original erhaltenen Barockbauten, die das 1945 stark kriegszerstörte Bruchsal besitzt. Das Belvedere wird gemeinsam erläutert durch Stadtführerin Gertrud Brückmann und den Bauingenieur Edgar Jäger, der vor rund 15 Jahren eine aufwändige Sanierung durchgeführt hat.

Belvedere

Belvedere (Foto Thomas Adam): Ein Rokoko-Juwel ist das Belvedere auf der Bruchsaler Reserve.

Auf dem Eichelberg ist zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr auch mit dem Europäischen Tag der jüdischen Kultur zusammenfällt, der israelitische Verbandsfriedhof zugänglich. Von 13.30 bis 17.30 Uhr besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Friedhofes, um 14 Uhr und 16 Uhr finden Führungen mit dem Heimatforscher Dietmar Konanz statt. Männer müssen auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung tragen, die Zufahrt zum Eichelberg ist von der Bundesstraße 3 her ausgeschildert.

In Obergrombach kann zwischen 14 und 17 Uhr die vom örtlichen Heimatverein mit großem Engagement frisch renovierte Friedhofskapelle (Ecke Helmsheimer Straße / Danzberg) besichtigt werden. Im Innern ist sie ausgeschmückt mit neobarocken, um 1910 entstandenen Werken des Künstlers Joseph Mariano Kitschker.

Friedhofskapell

Obergrombach, Leichenhalle (Foto Heimatverein Obergrombach): Neobarocke Ausmalungen von Joseph Mariano Kitschker finden sich in der Obergrombacher Friedhofskapelle.

Eine weitere Kapelle ist von 14.30 Uhr bis 17 Uhr für Besichtigungen geöffnet: Das sogenannte „Heilige Grab“ in der Bruchsaler Huttenstraße gegenüber dem Evangelischen Altenzentrum. Das kleine Gebetshaus entstand anfangs des 20. Jahrhunderts aus privater Initiative und beherbergt heute eine sehr gut erhaltene barocke Grablegungs-Gruppe aus dem 17. Jahrhundert. Bemerkenswert ist die Kapelle auch durch ihre an den Jugendstil angelehnte Ausmalung mit einem raumbeherrschenden Friedensengel aus der Zeit um 1920.

Grab

Heiliges Grab Heiliges Grab (Foto Thomas Adam): Ein Friedensengel im Jugendstil beherrscht die Ausmalung des kleinen Gebetshauses „Heiliges Grab“ in der Huttenstraße.

Gleichfalls von 14.30 bis 17 Uhr kann die barocke St. Peterskirche (Peter-und-Paul-Straße 96) als Grablege der letzten Speyerer Fürstbischöfe besucht werden, Führungen werden hier nach Bedarf angeboten.

Peterskirche

Peterskirche Bruchsal (Foto Martin Heintzen): Die Peterskirche in Bruchsal gehört als Werk des Barockbaumeisters Balthasar Neumann zu den bedeutendsten Gotteshäusern der Region.

Der Stadtteil Büchenau schließlich lädt um 16 und 17 Uhr zu jeweils einstündigen Führungen entlang seiner südlichen Gemarkungsgrenze ein. Startpunkt ist das Vereinsgelände des Fußballsportvereins an der Straße Richtung Untergrombach direkt vor der Autobahnbrücke auf Büchenauer Seite. Die im Mittelalter entstandene Siedlung lag einst an der rechtsrheinischen Südwestecke des Hochstifts Speyer und in Nachbarschaft zu Gemeinden der Markgrafschaft Baden und der Kurpfalz. Rudimente der früheren Landesgrenzen sind noch immer vorhanden und in Gestalt historischer Grenzsteine erkennbar.

Informationen zu allen Veranstaltungen: Stadt Bruchsal, Tel. 07251/79-380, E-Mail: kultur [at] bruchsal [dot] de

 

Programm zum Tag des offenen Denkmals in Bruchsal

Sonntag, 14. September 2014

 

10-17 Uhr

Martinskapelle Heidelsheim geöffnet.

 

12 Uhr

Führung und Besichtigung Belvedere.

 

13.30-17 Uhr

Jüdischer Verbandsfriedhof Eichelberg geöffnet.

 

14 Uhr

Führung jüdischer Verbandsfriedhof Eichelberg.

 

14-17 Uhr

Friedhofskapelle Obergrombach geöffnet.

 

14-17 Uhr

Heimatmuseum Heidelsheim geöffnet.

 

14.30-17 Uhr

Peterskirche geöffnet.

 

14.30-17 Uhr

Kapelle Heiliges Grab geöffnet.

 

16 Uhr

Führung jüdischer Verbandsfriedhof Eichelberg.

 

16 Uhr

Spaziergang entlang den Gemarkungsgrenzen Büchenau.

 

17 Uhr

Spaziergang entlang den Gemarkungsgrenzen Büchenau.

 

Noch keine Bewertungen vorhanden
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen