Aktion „Saubere Stadt“

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Engagierte Vorbilder für Müllsammelaktionen gesucht
Dienstag, 24. April 2012 - 9:58

Bruchsal (pa.). In anderen Städten heißen sie „Dreck-weg-Wochen“ oder “Putzete“. In Bruchsal startet nun die Aktion „Saubere Stadt“. Gemeint ist in allen Fällen das Gleiche: Dem „wilden“ Müll auf Straßen, Grünflächen und Wäldern soll es an den Kragen gehen. Hierfür werden Menschen gesucht, die mit gutem Beispiel vorangehen und nicht nur tatenlos zusehen wollen wie „Schwarze Schafe“ ihren Müll einfach dort entsorgen, wo sie stehen.

Mitmachen können alle Gruppen, egal ob Verein, Schule, Kindergarten, Firma oder Hobbygruppe, sowie Einzelpersonen. Die Aktion läuft denkbar einfach: Die ehrenamtlichen Müllsammlerinnen und –sammler überlegen sich, wann und wo sie Müll sammeln wollen und melden dies an die Stadt. Das Mach-mit-Büro stellt hierfür das erforderliche Material, also Müllsäcke, Handschuhe plus Greifzangen zur Verfügung und organisiert die Entsorgung der gefüllten Säcke. Damit die Mitarbeiter des Bauhofs nicht versehentlich Hausmüll entsorgen, werden die Säcke mit Aufklebern gekennzeichnet, auf denen das Aktions-Logo zu sehen ist.

Die Teilnahme an der Aktion vergelten die Organisatoren – die Arbeitsgruppe „Umwelt und Energie“ der Agenda 21 sowie das Mach-mit-Büro der Stadtverwaltung – mit einem kleinen „Danke schön“. Zudem kann jede Gruppe einen kleinen Bericht plus Foto der Aktion im Amtsblatt veröffentlichen.

Gemeinsam für unsere Saubere Stadt waren auch Jugendliche der Ahmadiya-Gemeinde aktiv. Es werden weitere Vorbilder gesucht. Bildquelle: pr

Gemeinsam für unsere Saubere Stadt waren auch Jugendliche der Ahmadiya-Gemeinde aktiv. Es werden weitere Vorbilder gesucht. Foto: pr

  

Anmeldungen zur Aktion „Saubere Stadt“ sind ab sofort beim Mach-mit-Büro der Stadt Bruchsal unter Telefon 07251/79-373 oder 07251/79-531 bzw. machmitbuero [at] bruchsal [dot] de möglich. Dort ist auch ein Flyer mit weiteren Informationen zur Aktion erhältlich.

 

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Kommentare

"Saubere Stadt" - wann?

Gute Idee, auf deren Umsetzung ich in Bruchsal schon lange warte.
In welchem Zeitraum soll die Aktion ablaufen? Oder zeitlich unbefristet?

Grundsätzlich eine gute Aktion, aber

warum wird eigentlich mit keinem Satz nachgefragt, wer denn bitte diesen ganzen Dreck hinterlässt? Ich würde sofort mitmachen, wenn zum Ausklang dieser sehr öffentlichkeitswirksamen Kampagne der Müll vor Pressekameras vor die Türen der Hauptverantwortlichen - mit hoher Wahrscheinlichkeit nämlich den Betreibern von Fastfood-Filialen - gekippt werden würde!

Verursacherprinzip 1., 2. und 3.

Tja lieber Gastmann,

die pöhsen Fast-Food-Ketten, das ist schon wahr, sie produzieren, verkaufen und kehren nicht...

Vergessen wir dabei aber bitte nicht, dass diejenigen, die den Müll in die Landschaft schleudern, nicht die Ketten und nicht (notwendigerweise) die dort Angestellten sind. Vielmehr ist jeder Einzelne, ob jung oder alt, ob gebildet oder nicht so sehr, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener der Verursacher des Mülles, der gerade da liegt. Und das ist sicher ein ganz erquicklicher Querschnitt. Ziemlich viele dürften bei der Aktion, den Müll (wenn der Verursacher bekannt wird) vor dessen Tür zu kippen, erstmal längere Zeit den Besen schwingen. Und sozusagen vor der Haustür kehren.

Aber schon richtig: Wann wird einmal jemand kommen und fragen, warum "Ehrenamtliche" die alten Fahrräder, Batterien, Fast-Food-Abfälle, Flaschen, Rotzfahnen, Umverpackungen aller Art, Kondome (auch eine Umverpackung...) zusammenräumen müssen und dafür pressewirksam gefeiert werden? Warum wird die zunehmede Vermüllung als solche nicht thematisiert? Warum wird nicht kritisiert, wer Sauerei macht und warum wird gefeiert, weil die anderen deren Sauerei wegräumen?

Verkehrte Welt. So viel Verständnis. Ich bin schwer beeindruckt. Jedes Jahr eine neue Putzete, bei der nachher nur das Gewicht der gesammelten Schweinereien zum besten gegeben wird.

Hat schon fast Volksfest-Charakter.

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