„Potpourri an Sehenswürdigkeiten, Festlichkeiten und Gemütlichkeit“

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Badische Weinstraße durch Kraichgau bis zur Badischen Bergstraße verlängert / Feierliche Eröffnung am Bruchsaler Schloss
Montag, 12. Mai 2014 - 11:19
 

Minister Bonde_Goldenes Buch_BTMV_Foto Heintzen

Was man einer Dame zum 60. Geburtstag schenkt? Schönheit und Attraktivität, was sonst! Das dachten sich gewiss der Badische Weinbauverband, das Ministerium für Ländlichen Raum und die Schwarzwald Tourismus GmbH für „ihre“ Badische Weinstraße. 1954 geboren, feiert die – bis dato - 200 Kilometer lange Weinstraße heuer exakt im Mai ihren runden Geburtstag. Und als Geschenk gab es nun weitere 300 Kilometer dazu: mitten durch den Kraichgau bis hin zur Badischen Bergstraße. Sprich die Grand Dame gewinnt durch noch mehr Weinberge und Reben, durch noch mehr Sehenswürdigkeiten und neue Landlandschaften an Schönheit, Vielfalt und Attraktivität.

Feierlich übergeben wurde das „Geschenk“ am vergangenen Wochenende im Ehrenhof des Bruchsaler Schlosses, wo sich Wein- und Tourismusvertreter mit Landwirtschaftsminister Alexander Bonde, Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, Dr. Christoph Schnaudigel, Landrat des Landkreises Karlsruhe, Cornelia Petzold-Schick, Bruchsaler Oberbürgermeisterin und Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Vorsitzender des Kraichgau Stromberg Tourismus, zur Eröffnung der neuen 500 Kilometer langen Badischen Weinstraße trafen.

Weine seien Botschafter der Region, so OB Petzold-Schick. Und das bewiesen sowohl die Bruchsaler Stadtteile, deren Weine einen Großteil der Winzergenossenschaft Weingarten ausmachten, als auch „das Bruchsaler Vorzeigeweingut Klumpp“, das seine Weine in die ganze Welt liefere. So sei es an der Zeit gewesen, die Badische Weinstraße durch Bruchsal bis zur Badischen Bergstraße auszudehnen, um Wein und Region auch hier gemeinsam zu vermarkten. „Schließlich trifft man jetzt auf 500 Kilometer auf ein Potpourri an Sehenswürdigkeiten, Naturdenkmälern, Festlichkeiten und Gemütlichkeit“, so Petzold-Schick.

Rede Oberbürgermeisterin_BTMV_FOto Heintzen

Ja, der Landkreis Karlsruhe habe es verdient, dass die Weinstraße endlich in den Kraichgau komme, betonte Landrat Schnaudigel voller Begeisterung. Zumal 2013 die Badische Weinkönigin Katharina Zimmer ja schon aus Östringen gekommen sei und gezeigt habe, welche hervorragenden Weine der Landkreis zu bieten habe. Eine Begeisterung, die den Präsidenten des Badischen Weinbauverbands, Kilian Schneider, sehr beeindruckte. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Region den Wein „in unserer Gesellschaft aktuell und modern halte“.

Erst heute, mit ihrer Verlängerung werde die Badische Weinstraße wirklich vollständig, meinte Landwirtschaftsminister Bonde „Sie ist somit die längste Weinstraße Deutschlands und wird gewiss eine noch größere Fangemeinde bekommen.“ Bonde gratulierte dem Badischen Weinbauverband zu dieser Erweiterung, die die Badische Weinstraße zu einem ganz wesentlichen Teil des Genießerlands Baden-Württemberg mache, das für seine hervorragende Küche und seine regionalen Spezialitäten über die Grenzen bekannt sei. „Da ist der Wein aus Baden nicht wegzudenken.“

Ganz abgesehen davon spiele der Tourismusfaktor eine wichtige Rolle. „Es hat sich herum gesprochen, dass die Badische Weinstraße viele Menschen anlockt und die Gemeinden wissen, dass sie so gute Möglichkeiten haben, sich zu präsentieren.“ Dem stimmte OB Holaschke für den Kraichgau Stromberg Tourismus unumwunden zu: Für die Region der 1000 Hügel sei die Aufnahme an die Badische Weinstraße ein großes Geschenk. „Nun liegt es an uns, Konzepte auszuarbeiten, damit unsere Winzer, Gastronomen und Hoteliers davon profitieren.“

Zweifel, dass es an solchen Konzepten fehlen wird, braucht man wohl nicht zu haben, wie schon die von der Bruchsaler Tourismus, Marketing & Veranstaltungs GmbH organisierte Auftaktveranstaltung zeigte. Immerhin sorgte der Fanfarenzug Bruchsal für die würdevolle musikalische Begleitung. Und ein kleines Theaterstück aus den Tiefen des Stadtarchivs, ein beiläufiges Gespräch Fürstbischofs Damian Hugo von Schönborn und seines Kammerdieners Anselmus brachte sogar eine bislang völlig unbekannte historische Erkenntnis ans Tageslicht: Es war Damian Hugo, der im 18. Jahrhundert nicht nur die Idee einer „Fürstbischöflichen Wein-Chaussee“ geboren hatte, sondern auch die heute noch bekannten „braunen Schilder mit weißer Schrift“ verbreiten ließ. Augenzwinkern erlaubt.

Übergabe Schild_BTMV_Foto Heintzen
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