Zweite Stufe S-Bahn Rhein-Neckar 

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Hohes Fahrgastaufkommen macht Ausbau der Fahrzeugkapazitäten notwendig
Freitag, 7. November 2014 - 11:11

Kreis Karlsruhe. Zu seiner ersten Sitzung in der neuen Verwaltungsperiode des Kreistags trat am vergangenen Donnerstag der Verwaltungsausschuss zusammen. Nach der Wahl von Ulli Hockenberger (CDU) als ersten und Eberhard Roth (Freie Wähler) als zweiten stellvertretenden Vorsitzenden stand die zweite Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar auf der Strecke Heidelberg – Bruchsal - Karlsruhe auf der Tagesordnung.

Bekanntlich hat sich der Fahrgastzuwachs nach dem Start im Dezember 2003 so enorm entwickelt, dass es zu Engpässen bei der Fahrzeugkapazität kommt. Da auf der stark frequentierten Bundesbahnstrecke nicht einfach zusätzliche Züge eingesetzt werden können beabsichtigt das Land Baden-Württemberg den Einsatz von drei aneinandergekoppelten Fahrzeugen, sogenannte „Dreifachtraktionen“. Dies erfordert aber bei den Haltepunkten Ubstadt-Weiher, Bad Schönborn Süd, Bad Schönborn Kronau Bruchsal Gewerbliches Bildungszentrum, Untergrombach und Weingarten eine Verlängerung der Bahnsteige von 140 auf 210 Meter. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete, dass es nach entsprechender Intervention durch den Landkreis gelungen ist, für die Haltepunkte auf der Strecke Bruchsal – Karlsruhe, die im Rahmen des Landesausbauprogrammes ausgebaut werden, noch die früheren – höheren – Landeszuschüsse in Höhe von 75% zu bekommen, nachdem die Fördersätze zwischenzeitlich auf 50% herabgesetzt wurden. Der Ausbau auf dem Streckenabschnitt Heidelberg-Bruchsal, zu dem auch ein neuer Haltepunkt Stettfeld-Weiher gehört, erfolgt dagegen federführend durch die Deutsche Bahn. Probleme bereiten dort die sehr hohen Planungskosten von prognostizierten 44%, deren Aufteilung noch offen ist. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete, dass er gegenüber dem Verkehrsminister die Forderungen der Kommunen artikuliert habe, die Planungskosten zu pauschalieren und damit das Land angemessen an diesen sehr hohen Kosten zu beteiligen. Um auf der gesamten Strecke möglicherweise gar keine Bahnsteigverlängerungen vornehmen zu müssen habe er dem Verkehrsminister um Prüfung gebeten, ob es technisch möglich wäre, Doppelstockfahrzeuge einzusetzen, was eine erhebliche Kosteneinsparung bedeuten würde.

Zur Unterstützung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als Anhörungsbehörde und zur Beschleunigung des Planfeststellungsverfahrens hat der Landkreis unabhängig davon einen Mitarbeiter an das Regierungspräsidium abgeordnet.

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