Optimierungen stehen im Vordergrund

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Kreistag nimmt Stellung zum Nahverkehrsplan 2014
Freitag, 28. November 2014 - 12:45

Kreis Karlsruhe. Wesentliche Grundlage für die Ausgestaltung und Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs ist der Nahverkehrsplan, der regelmäßig überprüft und fortgeschrieben wird. Nachdem das aktuelle Werk auf das Jahr 2006/2007 zurückgeht haben die Aufgabenträger Stadt Karlsruhe, Stadt Baden-Baden, Landkreis Karlsruhe und Landkreis Rastatt den KVV beauftragt, den gemeinsamen Nahverkehrsplan 2014 zu erstellen.

Bereits in seiner Mai-Sitzung begrüßte das Gremium die Aufnahme einer Reihe von Positionen, beschloss aber, einen ausdrücklichen Finanzierungsvorbehalt aufzunehmen, nachdem einhellige Meinung war, dass die Verkehrsleistungen finanzierbar bleiben müssen. Insbesondere gilt dies für den barrierefreien Ausbau der Schienenhaltepunkte, deren hohe Kosten nicht alleine durch die kommunale Seite getragen werden kann. Eine entsprechende Formulierung wurde hier ebenso aufgenommen wie im Hinblick auf den Wunsch der Verkehrsunternehmen, den Nahverkehrsplan als Rahmenplan zu sehen, von dem ggf. auch abgewichen werden kann, z.B. bis hin zur Möglichkeit der eigenwirtschaftlichen Verkehrserbringung, um die Wirtschaftlichkeit der Busverkehre zu verbessern.

Die Frage, ob die Stadtbahnlinie S31/S32 auf DB-Gleisen bis zum Hauptbahnhof oder ab Durlach im innerstädtischen Netz fährt wurde ebenso aufgeworfen wie die Tarifüberlappung Östringen, verbesserte Busanbindungen von Ubstadt-Weiher und Kronau zur S-Bahn Rhein-Neckar, eine werktägliche Busanbindung an das Industriegebiet Malsch und Optimierungen der Busverkehre in Rheinstetten und Ettlingen. Einige Maßnahmen können schon in absehbarer Zeit umgesetzt werden, bei anderen sind weitergehende Untersuchungen notwendig. Nicht verändert werden soll dagegen der Linienverlauf der Linie 125 im nördlichen Landkreis; stattdessen sollen die vorhandenen Verbindungen weiter optimiert werden.

Änderungsbedarf gibt es auch in Folge von Änderungen in der Schullandschaft wie z.B. den Gemeinschaftsschulen. Hier müssen zum einen Verkehrsverbindungen angepasst bzw. ergänzt werden, aber auch Läutezeiten flexibel gestaltbar sein, damit die Verkehre finanzierbar bleiben. Für alle Schularten werden dabei die gleichen Standards und Kriterien zu Grunde gelegt. Zusätzliche Verkehre werden grundsätzlich zunächst in Form einer Erprobung eingerichtet. Ein solcher Probebetrieb auf der Linie 139 in Kraichtal war ausweislich der Fahrgastzahlen erfolgreich, weshalb das neue Angebot zum nächsten Fahrplanwechsel in das Regelangebot übernommen wird.

Erreicht werden soll auch ein einheitliches Konzept zu den Anruf-Sammel-Taxi und Anruf-Linien-Taxi-Verkehren, deren Bedeutung als flexible alternative Bedienungsformen weiter steigt. Im Landkreis Karlsruhe gibt es derzeit vier AST-Geschäftsstellen und eine ALT-Linie.

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