Landkreis regelt Freiwilligkeitsleistungen im Sozialbereich     

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Freitag, 28. November 2014 - 12:35

Kreis Karlsruhe. Transferleistungen im Sozialbereich machen im Kreishaushalt derzeit rund 153 Mio. EUR aus. In Ergänzung zu den gesetzlich normierten Sozial- und Jugendhilfeleistungen fördert der Landkreis mit 6,5 Mio. EUR Angebote von freien Trägern, die mit einer präventiven Ausrichtung und der Orientierung am Grundsatz „ambulant vor stationär“ dazu beitragen, dass kostenintensive Leistungsfälle idealerweise gar nicht entstehen, oder aber erst deutlich später notwendig werden. Um Förderstrukturen zu vereinheitlichen und sowohl für die Träger als auch die Landkreisverwaltung Planungssicherheit herzustellen, beschloss der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung mit den drei größten Trägern, dem Caritasverband Bruchsal, dem Caritasverband Ettlingen und dem Diakonischen Werk im Landkreis Karlsruhe eine Rahmenvereinbarung abzuschließen. In der Vereinbarung, die bis zum 31.12.2017 gilt, werden Fördergrundsätze geregelt und Zielsetzungen definiert. Sie dient dazu, den notwendigen Eigenanteil der Träger abzudecken. Die Sozialpsychiatrischen Dienste, die Tagesstätten für psychisch Kranke, und die ambulante Fachberatung für Wohnungslose und Tagesstätte für Wohnungslose werden in Einzelvereinbarungen geregelt.

Langfristiges Ziel ist es, auch mit anderen Trägern analog der Verfahrensweise mit der Liga Vereinbarungen zu treffen. So lange beschloss der Kreistag, Einzelvereinbarungen abzuschließen. Aus Verwaltungsvereinfachungsgründen wurde beschlossen, die Freiwilligkeitsleistung jährlich um 3% zu erhöhen, um steigende Personal- und Sachkosten zu berücksichtigen. Ausgenommen hiervon sind Träger, die kofinanziert werden, deren Förderung durch Kreisrichtlinien geregelt ist oder durch eigene Zuständigkeit gefördert werden, ebenso Mitgliedschaften bei Trägern und Förderungen mit geregelten Festzuschüssen.

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