JazzClub Bruchsal "Roy Nathanson: Subway Moon" - fällt leider aus.

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Datum: 
Sonntag, 31. Oktober 2010 - 20:30 - 23:00

Komplette Deutschlandtournee abgesagt.

Der Gründer der "Jazz Passengers" mit einem außergewöhnlichen Projekt

Subway Moon ist kein Hörspiel sondern ein tonales Filmerlebnis. Keine Strophen, keine Refrains, keine Wiederholungen. Statt dessen ein fortwährender Handlungsstrang, der tief in den Dschungel des New Yorker Untergrunds führt und dort den Mond anheult. Dämonisches und Beseeltes bestimmen den Plot, Sex & Crime, Spannung und Entspannung, Showdown und Happy End. Mit come'n'go-Motiven, Kollektiv- und Soloimprovisationen, melodischen und amelodischen Melodieführungen, die sich auf einem harmonischen oder disharmonischen Fundament bewegen, untermauert von fassbaren oder unfassbaren Rhythmen, komponiert Roy Nathanson einen U-Bahn-Thriller, wie ihn Jim Jarmusch nicht besser hätte drehen können. Er tut damit das, was einen versierten Geschichtenerzähler auszeichnet: Menschen zu berühren. „Worte sind Klänge“, schreibt Jeff Friedman über Roy Nathanson. Nicht grundlos, denn der Komponist, Saxophonist und Geschichtenerzähler Nathanson spielt ebenso brillant und souverän mit dem gesprochenen Wort, als er mit Tönen seine Angelegenheiten entfaltet. „Portraits of underground life“ nennt er seine prosaischen Reflektionen, die als musikalische und textliche Grundlage dienen. „Die Idee für Subway Moon entwickelte sich wie von selbst (...) auf meinen täglichen UBahnfahrten zur Arbeit", erläutert Nathanson die Entstehungsgeschichte. Der 1885 gestorbene französische Schriftsteller Victor Hugo, würde antworten: „Nichts ist so stark, wie eine Idee deren Zeit gekommen ist.“ Dass die Zeit für Nathansons Ideen reif ist, beweist das große Echo, auf das sein Konzept 122 Jahre nach Hugos Tod stößt.

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