Begegnung mit den „Wilden Zwanzigern“

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Datum: 
Sonntag, 2. November 2014 - 11:00

Am 2. November beim DMM-Förderverein

Wackeltänze“ galten als unmoralisch / Auch das Tanzbein darf geschwungen werden

Bruchsal (tam).Komm, mein kleiner Schnackelfranz, tanzen wir mal Wackeltanz“, so lud im frühen 20. Jahrhundert ein Schlager auf die Tanzfläche. Und was dort dann geschah, unterschied sich doch sehr von den bisherigen klassischen Formen: Den Siegeszug von Shimmy, Charleston und später Swing versuchten die Behörden mancherorts sogar durch Verbote wegen offenkundiger Unsittlichkeit aufzuhalten. Denn hatte der Walzer noch zu recht gleichförmigen kreisenden Bewegungen eingeladen, wurden die Schritte nun individueller, improvisierter, vor allem aber ungezügelter – mit einer durchaus nicht zu übersehenden erotischen Komponente.

Zu einer Begegnung mit den „Wilden Zwanzigern“ lädt das Deutsche Musikautomaten-Museum (DMM) am Sonntag, 2. November um 11 Uhr im Rahmen der monatlichen Stammtische seines Fördervereins ein. Elke Jäger-Biber und Sonja Ramm gehen in der Historischen Wirtschaft (3. Obergeschoss) der Herkunft dieser Rhythmen und der Frage nach, wer zu diesen Melodien auf die Tanzflächen strömte. Musikalisch unterstützt werden sie klangvoll von den großen Orchestrien des Museums, und im Tanzsaal des DMM darf dann auch das Tanzbein geschwungen werden. Interessierte Gäste sind hierzu ebenfalls herzlich eingeladen. Es wird lediglich der reguläre Eintritt in Schloss Bruchsal in Höhe von 6 Euro erhoben, der Vortrag selbst ist unentgeltlich.

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