Leonce und Lena

DruckversionPer e-Mail versenden
Datum: 
Samstag, 12. Oktober 2013 - 20:00 - 22:00

Aus den Reality Soaps sind uns die Bilder allzu bekannt: junge, reiche Schnösel der High Society, die sich in hirnlosem „Dolce far niente“ (ital., „Das süße Nichtstun”) ergehen und dabei mehr oder minder zu Tode langweilen. Das ist heute nicht anders als damals, als Georg Büchner sein „Leonce und Lena“ schrieb – ein Lustspiel, wie er es nannte. Er hielt damit seiner Zeit – und speziell den neureichen Emporkömmlingen – einen satirischen Spiegel vor und musste dafür in den Kerker. Dieser Stoff, der bis dato nichts an Relevanz verloren hat, ernährt heute Paparazzi, Regenbogenpresse und – zu großen Teilen – das Privatfernsehen, allerdings unbestraft. Aber wären wir trotz dessen nicht insgeheim doch gerne einmal für einen Augenblick „berühmt”?

 

Statt 365 Mal auf einen Stein zu spucken, soll Prinz Leonce die ihm gänzlich unbekannte Prinzessin Lena heiraten. Weil er dazu aber überhaupt keine Lust hat, flieht er mit seinem Freund Valerio nach Italien. Dort lernt Leonce ein seelenverwandtes Mädchen kennen und lieben. Dass die junge Dame aber niemand anderes ist, als die für den Prinzen bestimmte Prinzessin Lena, weiß weder er, noch sie, noch Valerio.

 

Wenn wir am 04. Oktober unsere Spielzeit mit „Leonce und Lena” zu Ehren Georg Büchners 200. Geburtstags und in Anlehnung an das BLB-Motto „Was uns bewegt” eröffnen, wird sich herausstellen, ob das intensive Sprachtraining mit der Landesbühnen-Schauspielerin Conny Heilmann sowie die eigens zum Zwecke der Erfahrung des besagten „Dolce far niente“ erlebte Italienreise ihre Wirkung zeigen werden.

 

Wie jeder Topf im Stück letztendlich dann doch noch seinen Deckel findet, ist ein komödiantisches Kabinettstückchen, auf das man gespannt sein darf.

 

VVK: Hirsch-Apotheke, Buchhandlung Braunbarth

Online-Kartenreservierung: http://www.exiltheater.de

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen